Samstag, 11. Februar 2017

Nordtiroler Unternehmer fordern Ende von „Luft-100er“

42 Nordtiroler Unternehmer, die sich in der sogenannten „Tiroler Adler Runde“ zusammengeschlossen haben, fordern eine Ende für den „Luft-100er“, die permanente Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h auf der Inntalautobahn (A12).

Tempo 100 auf der Inntalautobahn stößt auf wachsenden Widerstand.
Tempo 100 auf der Inntalautobahn stößt auf wachsenden Widerstand. - Foto: © D

Für das Schadstoffproblem gebe es effizientere Lösungsansätze, hieß es in einer Aussendung am Freitag. Die Begrenzung sei eine „Schikane“ für die heimische Bevölkerung.

Das sektorale Fahrverbot sei nicht wie geplant implementiert worden. Daher solle die Landesregierung ihr Versprechen einlösen, den „Luft-100er“ zu kippen, falls sich die EU gegen das sektorale Fahrverbot auflehne, verlangte das Präsidium der Tiroler Adler Runde.

Statt dem „Luft-100er“ könnten etwa Maßnahmen wie die Verlagerung des Transitverkehrs auf die Schiene, die Forcierung von nachhaltigeren Heizsystemen und eine neue Verschrottungsprämie für Alt-Pkw ergriffen werden, hieß es.

„Schikane für die heimische Bevölkerung“ 

„Die permanente Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h gemäß Immissionsschutzgesetz für Luft (IG-L) war ein Kniefall vor der EU, damit Tirol das sektorale Fahrverbot einführen kann“, so Präsident Anton Pletzer. Die abgeänderte „Soft-Version“, die am 1. November 2016 auf Teilabschnitten der A12 in Kraft getreten ist, gelte nur für bestimmte Lkw-Typen und Güter und bringe letztendlich nicht die gewünschten Ergebnisse für die Luftqualität. „Das ist kein Kompromiss, sondern Augenauswischerei“, bemängelte Pletzer. Der permanente „Luft-100er“ sei eine „Schikane für die heimische Bevölkerung“ und eine „Belastung“ für die Nordtiroler Wirtschaft.

Die Tiroler Adler Runde ist eine nach Eigendefinition unabhängige Plattform 42 Nordtiroler Unternehmer von Empl über Handl und Mölk (MPreis) bis hin zu Recheis, Bodner und Unterberger. Ziel der Vereinigung sei es, Tirol als nachhaltigen Wirtschaftsstandort zu stärken. Seit vergangenem Jahr steht der Vereinigung der Kitzbüheler Unternehmer Anton Pletzer als Präsident vor.

apa

stol