Mittwoch, 22. April 2015

„NYT“: EZB erschwert Notkredite für griechische Banken

Die Europäische Zentralbank erschwert einem Medienbericht zufolge griechischen Banken den Zugang zu Notkrediten.

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Die EZB fordere jetzt, dass der Wert der Sicherheiten, die die dortigen Häuser bei der griechischen Zentralbank hinterlegten, um bis zu 50 Prozent gemindert werden müssten, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf Personen, die über das Vorhaben in Kenntnis gesetzt wurden.

Sollte zudem die Hängepartie zwischen Griechenland und seinen Geldgebern über weitere Reformen nicht enden, könne die Quote (Haircut) noch heraufgesetzt werden.

Um die sogenannten ELA-Hilfen an griechische Banken, die die heimische Zentralbank gewährt, die EZB aber durchwinken muss, gibt es seit Wochen Diskussionen. Die Agentur Bloomberg hatte am Dienstag gemeldet, auf Fachebene sei in der EZB ein Vorschlag ausgearbeitet worden, wie griechischen Banken der Zugang zu den ELA-Notkrediten erschwert werden könne. Für die Darlehen müssen die Hellas-Banken jeweils ein Pfand stellen, auf die die Notenbank aus Sicherheitsgründen einen Abschlag – einen sogenannten Haircut – erhebt.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte jüngst gesagt, man werde die Nothilfen für die griechischen Häuser billigen, solange die Banken solvent seien und angemessene Sicherheiten hätten. Die Banken sind zur Geldversorgung zunehmend auf diese Kredite angewiesen, da die EZB bonitätsschwache Hellas-Staatsanleihen nicht mehr als Pfand annimmt.

apa/reuters

stol