Samstag, 16. Januar 2016

Ölkonzerne Total und Shell schicken Manager in den Iran

Große westliche Ölunternehmen stellen sich der iranischen Nachrichtenagentur Mehr zufolge darauf ein, dass die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran unmittelbar bevorsteht. In Erwartung einer entsprechenden Entscheidung hätten der französische Konzern Total und die britische Shell Manager in die Islamische Republik entsandt, meldete Mehr am Samstag.

Symbolbild.
Symbolbild. - Foto: © APA/AP

Dort träfen diese sich mit Vertretern der Unternehmen National Iranian Oil Company (NIOC) und National Iranian Tanker Company (NITC). Zuvor hatte der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif laut der Agentur ISNA gesagt, die im Zuge des Atomstreits gegen sein Land verhängten internationalen Sanktionen würden noch im Laufe des Tages aufgehoben.

Unternehmen in zahlreichen westlichen Ländern hoffen auf ein Ende der Strafmaßnahmen, um wieder Geschäfte im Iran machen zu können. Für deutsche Firmen sei mittelfristig ein Geschäftsvolumen von fünf Milliarden Euro möglich, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Langfristig seien sogar Exporte in Höhe von zehn Milliarden Euro realistisch. 2014 lag das Handelsvolumen bei 2,7 Milliarden Euro.

apa/reuters

stol