Freitag, 14. Juni 2019

Online-Shopping als Supertrend

Das Phänomen Online-Shopping nimmt ständig zu und scheint inzwischen unaufhaltbar. Es hat sich zu einer der am weitesten verbreiteten Einkaufsmethoden entwickelt. Deshalb hat die Verbraucherzentrale Südtirol untersucht, welche Tendenzen im Internethandel am stärksten ausgeprägt sind, welche Bereiche das stärkste Wachstum aufweisen und welche Kaufgewohnheiten die beliebtesten sind. Außerdem erfahren Sie hier, an wen sie sich bei Problemen nach einem Online-Kauf wenden können.

85 Prozent der italienischen Online-Shopper haben erklärt, dass sie Einkäufe mit ihrem Smartphone tätigen, sodass diese Art des Einkaufs allein 2018 um 34 Prozent zugenommen hat.
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85 Prozent der italienischen Online-Shopper haben erklärt, dass sie Einkäufe mit ihrem Smartphone tätigen, sodass diese Art des Einkaufs allein 2018 um 34 Prozent zugenommen hat. - Foto: © shutterstock

Der Onlinehandel hat auch in Italien wichtige Marktanteile erobert und im Laufe des Jahres 2018 einen Umsatz von 41,5 Milliarden Euro generiert. Es handelt sich dabei um einen konstanten und rasch wachsenden Trend mit einem Zuwachs von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Onlinehandel ist nicht mehr einer bestimmten Kategorie von Verbrauchern vorbehalten, sondern betrifft einen Großteil der Bevölkerung. Nach Schätzungen kaufen bereits heute in Italien etwa 38 Millionen Verbraucher online ein und man geht davon aus, dass ihre Zahl bis Ende 2023 auf 41 Millionen angewachsen sein wird.

Mobiler Online-Kauf nimmt zu

Immer öfter wird nun mit mobilen Geräten eingekauft, in Italien noch viel mehr als in anderen europäischen Ländern: 85 Prozent der italienischen Online-Shopper haben erklärt, dass sie Einkäufe mit ihrem Smartphone tätigen, sodass diese Art des Einkaufs allein 2018 um 34 Prozent zugenommen hat. Die Bereiche, in denen die Italiener am stärksten zum Online-Einkauf neigen, sind vor allem Reisen und Hobby. 28 Prozent des Umsatzes im Onlinehandel wird im Tourismussektor erzielt und 41,3 Prozent im Freizeitsektor.

Für weitere Waren- und Dienstleistungskategorien ist ein starker Anstieg zu erwarten: Für 2019 wird ein Kaufzuwachs von 27 Prozent im Lebensmittelsektor und von 29 Prozent bei Haushalts- und Einrichtungsartikeln prognostiziert.

Was tun, wenn nicht alles glatt gelaufen ist?

Nicht immer jedoch geht für den Verbraucher alles glatt, nachdem er seinen Onlinekauf vorgenommen hat. Parallel zur starken Zunahme der Einkäufe haben auch die Beschwerdefälle deutlich zugenommen. Es gibt eine ganze Reihe von Problemen, die nach Abschluss seiner Bestellung auf den Verbraucher zukommen können. Die meisten betreffen Versandprobleme oder die nicht erfolgte Lieferung der Waren oder auch die verschiedensten Vertragswidrigkeiten, die sich nach Erhalt der Ware herausstellen.

Kostenloses Schlichtungsorgan onlineschlichter.it

Eine zusätzliche Anlaufstelle für den Verbraucher, der ein Problem mit einem Online-Kauf hat, bietet die Verbraucherzentrale, die das Schlichtungsorgan onlineschlichter.it eingerichtet hat. Um seine Rechte als Verbraucher und Käufer geltend zu machen, genügt es, sich mit dem Portal onlineschlichter.it zu verbinden, um die außergerichtliche Beilegung von Verbraucherrechtstreitigkeiten in Anspruch zu nehmen, die sich aus dem Onlineverkauf von Waren und Dienstleistungen ergeben.

Das Verfahren kann vollständig online durchgeführt werden und ist vollkommen kostenlos. Nachdem der Schlichter den über die Plattform vorgestellten Fall analysiert hat, wird er versuchen, eine einvernehmliche Lösung mit dem jeweiligen Unternehmen zu finden.

stol

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