Mittwoch, 17. Oktober 2018

Pension: Einführung der „Quote 100“

Innerhalb des ersten Halbjahres 2019 sollen die Mindestsicherung und die sogenannte „Quote 100“ eingeführt werden, mit der die seit 2012 geltende Pensionsreform „Fornero“ rückgängig gemacht werden soll. Zugleich will sich die Regierung für die Einrichtung der sogenannten Arbeitsvermittlungszentren einsetzen, die Arbeitslosen, die die Mindestsicherung beziehen, bei der Suche nach einem neuen Job und nach Fortbildung unterstützen sollen.

Badge Local
Foto: © shutterstock

Der Chef des Renteninstitutes Inps, Tito Boeri, warnte am vergangenen Donnerstag vor der Einführung der „Quote 100“, die einen früheren Pensionseintritt ermöglichen soll. Dies würde die Staatskassen zusätzlich stark belasten.

Künftig sollen für die Pension 100 Punkte erforderlich sein. Diese Quote 100 ergibt sich aus der Summe von Beitragsjahren und Lebensalter. Ein Italiener im Alter von 62 kann demnach mit 38 Beitragsjahren in den Ruhestand treten.

Nachteile für Frauen und Jugendliche?

„Mit der ,Quote 100' wird der Anteil der Staatsschulden, der auf Pensionen zurückzuführen ist, auf 100 Milliarden Euro steigen. Die Nachteile werden Jugendliche und Frauen zu spüren bekommen“, sagte Boeri.

Staatspräsident Sergio Mattarella verteidigte hingegen die Notenbank vor Angriffen des Vizepremiers Luigi Di Maio. Auf die Kritik der Banca d´Italia an den Haushaltsplänen der Regierung hatte Di Maio erwidert, der Notenbankchef solle kandidieren und gewählt werden, wie es bei Politikern der Fall ist.

Mattarella nahm die Notenbank in Schutz und meinte, sie sei eine von der Politik unabhängige Behörde.

stol

stol