Der Arbeitsmarkt in Südtirol brummt, trotzdem hätten immer mehr Südtiroler Schwierigkeiten, mit ihrem Einkommen über die Runden zu kommen. <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/grosse-zuversicht-am-suedtiroler-arbeitsmarkt-aber" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier lesen Sie mehr über die AFI-Erhebung.</a><BR /><BR />Hätten sich früher viele Bürger an die Caritas gewandt, um etwa bei Kreditansuchen beraten zu werden, habe sich dies seit der Corona-Pandemie geändert: „Mittlerweile wird vor allem um finanzielle Unterstützung angefragt“, sagte <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/kein-zustand-dass-immer-mehr-leute-strom-und-miete-nicht-bezahlen-koennen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Stefan Plaikner von Caritas-Schuldnerberatung vor einem halben Jahr zu STOL.</a><BR /><BR />Der Grund damals: „Viele der Personen, die bei uns anfragen, haben nach all den Monaten der Pandemie, in denen sie etwa arbeitslos wurden, oder für lange Zeit nicht arbeiten konnten, noch immer ihr finanzielles Gleichgewicht nicht gefunden“, sagte Plaikner im Februar dieses Jahres. Insgesamt seien die Anfragen um finanzielle Unterstützung bei der Caritas innerhalb von 2 Jahren um 45 Prozent gestiegen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-55663290_quote" /><BR /><BR /><BR />Diese habe sich seither nicht geändert: „Dieser Prozentanteil wird auch im Jahr 2022 steigen, sagt Petra Priller von der Caritas-Schuldnerberatung zu STOL. <BR /><BR />Die meisten Personen, die sich an die Caritas-Schuldnerberatung wenden, würden zwischen 1000 und 1200 Euro im Monat verdienen. „Mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten, angefangen bei Benzin und Diesel, bei den gestiegenen Mieten, den Strom- und Gaskosten und den Lebensmittelpreisen, tun sich immer mehr Leute schwer, mit ihrem Einkommen über die Runden zu kommen“, sagt Priller. <BR /><BR /><embed id="dtext86-55663294_quote" /><BR /><BR /><BR />Überdies komme bei vielen der Caritas-Klienten noch eine Verschuldung hinzu: „Viele Personen haben sich über die Jahre verschuldet und diese Schulden zu tilgen wird jetzt, bei den deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten, immer schwieriger“, so Priller. <BR /><BR />Zudem würden viele Personen bei den Subventionen vom Land durch alle Raster fallen, weil sie die Voraussetzungen nicht erfüllten: „Man braucht nur als Beispiel eine alleinstehende Person nehmen, die 1500 Euro verdient und 800 Euro Miete bezahlen muss. Dann bleiben schlussendlich noch 700 Euro übrig“, sagt Priller. „Und mit diesen 700 Euro ist noch der Strom zu bezahlen, das Benzin und die Lebensmittel.“ Für viele Personen in Südtirol sei dies nicht mehr zu stemmen, betont Priller. <BR /><BR />