Mittwoch, 02. November 2016

Russland strebt 14 Mrd. Euro Privatisierungserlöse für 2017-19 an

Russland könnte in den kommenden Jahren deutlich mehr Anteile an Staatsbetrieben verkaufen als bisher geplant und dadurch mehr Löcher im Haushalt stopfen. Denkbar sei der Erlös von rund einer Billion Rubel (rund 14 Milliarden Euro) durch Privatisierungen zwischen 2017 und 2019, hat Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch gesagt.

Russland könnte in den kommenden Jahren deutlich mehr Anteile an Staatsbetrieben verkaufen als bisher geplant.
Russland könnte in den kommenden Jahren deutlich mehr Anteile an Staatsbetrieben verkaufen als bisher geplant. - Foto: © shutterstock

Im Haushaltsplan seien bisher zwar nur 166 Milliarden Rubel vorgesehen, doch sei viel mehr möglich. Entsprechende Vorschläge habe er bereits gemacht.
So könne bereits im kommenden Jahr mit dem Verkauf von Anteilen der zweitgrößten Bank des Landes, VTB, begonnen werden, sagte der Minister. Gleiches gelte für die Reederei Sovcomflot und den Hafenbetreiber Novorossiysk Commercial Sea Port. Später könnten dann Anteile am Bahnbetreiber Rostelocom und dem Pipeline-Betreiber Transneft hinzukommen.

Russland ist stark vom Öl abhängig

Die russische Wirtschaft und der Haushalt sind stark vom Exportschlager Öl abhängig. Da Öl am Weltmarkt seit langem relativ wenig kostet, sind Russland geplante Einnahmen weggebrochen. Für 2016 hat die Regierung deshalb bereits umfassende Privatisierungen angesetzt, die zu Einnahmen von einer Billion Rubel führen sollen. 2017 und danach sollten die Verkäufe aber eigentlich deutlich geringer ausfallen.

apa/reuters

stol