Freitag, 30. März 2018

Ryanair in Italien zur Zahlung von 50.000 Euro verurteilt

Ein Gericht in der norditalienischen Stadt Bergamo hat Ryanair zur Zahlung einer Geldstrafe von 50.000 Euro verurteilt.

Foto: © LaPresse

Ins Visier der Richter geriet eine Klausel, die die Kündigung des Bordpersonals bei Streiks vorsieht. Mit dieser Klausel habe der Billigcarrier de facto dem Personal jeglichen Kontakt zu den Gewerkschaften verboten, bemängelte der Gewerkschaftsverband FILT-CGIL.

Die Gewerkschaftsorganisation bezeichnete das Urteil als „wichtigen Sieg im Kampf um die Anerkennung der Rechte der Ryanair-Arbeitnehmer“. Es handle sich um ein „innovatives Urteil“, das wegweisend im Einsatz für mehr Rechte der Belegschaft sei.

Ryanair hatte vor drei Wochen mit der italienischen Pilotengewerkschaft ANPAC ein Abkommen besiegelt, mit dem die Airline erstmals offiziell die Gewerkschaftsorganisation anerkannte. Am 10. Februar hatten die Ryanair-Piloten gestreikt. Die Gewerkschaft ANPAC, die auch die Mehrheit des Bordpersonals von Ryanair in Italien vertritt, startete auch Verhandlungen über einen Kollektivvertrag für die Flugbegleiter.

apa

stol