Mittwoch, 29. April 2015

Sparkasse: Explosive Stimmung bei Gesellschafterversammlung

Am Dienstag hat die Südtiroler Sparkasse ihre Gesellschafterversammlung abgehalten, die zu einer fast sechsstündigen Marathonsitzung wurde. Zahlreiche Kleinaktionäre haben ihrem Ärger über die hohen Aktienverluste Luft gemacht. Letztendlich wurde die Jahresbilanz der Sparkasse - mit dem höchsten Verlust ihrer Geschichte - genehmigt.

Viele verärgerte Kleinaktionäre waren am Dienstag zur Gesellschafterversammlung der Südtiroler Sparkasse ins Konzerthaus Haydn gekommen.
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Viele verärgerte Kleinaktionäre waren am Dienstag zur Gesellschafterversammlung der Südtiroler Sparkasse ins Konzerthaus Haydn gekommen.

Mit Spannung war sie erwartet worden: die Gesellschafterversammlung der Südtiroler Sparkasse am Dienstagnachmittag in Bozen, musste die größte heimische Bank im abgelaufenen Jahr doch den höchsten Verlust ihrer Geschichte einfahren.

Dementsprechend erregt waren im Konzerthaus Haydn auch die Gemüter vieler Kleinaktionäre und dementsprechend waren auch die Wortmeldungen.

Präsident Gerhard Brandstätter versuchte zu beruhigen und meinte, dass man nun wieder zuversichtlicher in die Zukunft der Sparkasse blicken könne. Am Dienstagvormittag hat das zuständige Ministerium in Rom der Stiftung Sparkasse Grünes Licht für ihre Beteiligung an der Kapitalerhöhung der Bank erteilt. Die erste Tranche, 120 Millionen Euro, hat die Stiftung bereits wenige Stunden später als Akonto der Kapitalerhöhung überwiesen. 

Genau diese Kapitalerhöhung bzw. die mangelnde Information stieß aber vielen Kleinaktionären auf, wie deren Wortmeldungen deutlich machten.

Die Bilanz wurde dennoch von der Gesellschafterversammlung genehmigt. Die Marathonsitzung, die um 16.30 Uhr begonnen hatte, war erst um 22 Uhr zu Ende.

sor/D

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Mehr Details über die spannungsgeladene Versammlung lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe des Tagblatts „Dolomiten“.

stol