Auf Wunsch der Weinwirtschaft hat das WIFO – Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen im Sommer 2008 eine im Jahr 2005 durchgeführte Weinstudie wiederholt. Das Ergebnis: 53 Prozent der Fläche nehmen in der Zwischenzeit die Weißweinreben ein. Südtirol hat damit innerhalb von wenigen Jahren einen radikalen Wandel im Weinbau durchgeführt.„Die Südtiroler Weinwirtschaft hat die strukturellen Probleme erkannt und entschlossene Schritte zur Modernisierung des Sortenspiegels eingeleitet“, bestätigt Armin Dissertori, Präsident des Konsortiums „Südtiroler Wein“.Laut der aktuellen WIFO-Studie ist der Anteil der 7/10-Flaschen in den letzten Jahren deutlich angestiegen. „Dies zeigt, dass Südtirols Weinwirtschaft auf dem richtigen Weg ist“, betont Handelskammerpräsident Michl Ebner.Die Vernatschanbaufläche verlor um 21 Prozent zu Gunsten der Weißweine. Ruländer, Gewürztraminer und Sauvignon sind die großen Gewinner dieser Sortenumstellung, mit Zuwachsraten von jeweils ca. 30 Prozent. Insgesamt hat die Weinverkaufsmenge in den letzten drei Jahren um acht Prozent auf 337.500 Hektoliter abgenommen.Der Südtiroler Wein der in 7/10-Flaschen abgefüllt wird, also der Qualitätswein, hat hingegen um elf Prozent zu Lasten der Literflaschen und dem Schankwein zugenommen.Betrachtet man den Anteil der 7/10-Flaschen bei den verschiedenen Weinsorten, dann zeigen sich große Unterschiede: Während die Weißweine im Schnitt zu 80 Prozent in 7/10-Flaschen abgefüllt werden, liegt der 7/10-Anteil bei den Rotweinen deutlich darunter. Der wichtigste Rotwein, der Kalterersee DOC, wird nur zu 20 Prozent in 7/10-Flaschen abgefüllt.