Freitag, 14. August 2015

Südtirol kämpft bei Berufs-WM um Gold

In Brasilien wird geschwitzt – und das nicht unbedingt aufgrund der Temperaturen: Seit Dienstag kämpfen 19 Südtiroler Nachwuchstalente bei den Berufsweltmeisterschaften in Brasilien um Edelmetall.

Südtiroler kämpfen bei der Berufs-WM um Edelmetall.
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Südtiroler kämpfen bei der Berufs-WM um Edelmetall.

In 18 Berufen müssen sie sich gegen 1200 Teilnehmer aus 59 Nationen durchsetzen. Im über 200.000 Quadratmeter großen Anhembi-Park arbeiten sie Seiten an Seite unter den Augen der kritischen und anspruchsvollen Fachjury: Das Niveau und die Konkurrenz bei diesen Wettkämpfen ist so hoch, wie noch nie zuvor.

„Die erste Aufregung und Nervosität hat sich bei einigen Kandidaten gleich zu Beginn gelegt. Spätestens nach dem ersten Wettkampftag sind aber alle unsere WorldSkills-Teilnehmer höchst konzentriert und können zeigen, was sie in den letzten Monaten mit Unterstützung ihrer Experten und Lehrbetrieben gelernt und mit Ausdauer und Fleiß perfektioniert haben“, freut sich Gert Lanz, lvh-Präsident und offizieller Delegierter der WorldSkills Italy, der den Kandidaten in Brasilien über die Schultern blickt.

Stunde um Stunde kommen sie ihrem Ziel näher, ein Vorzeigestück aus ihrer Berufssparte auszuarbeiten und den Experten zu präsentieren. Einige der Südtiroler WorldSkills-Kandidaten haben bereits ordentlich gepunktet und auch bereits Lob und Anerkennung eingeheimst.

Die Ergebnisse im Spitzenfeld sind erfahrungsgemäß aber so eng, dass bereits der kleinste Fehler über eine Medaille entscheiden kann. Doch nicht nur um Edelmetall geht es bei den WorldSkills: „Bei diesen Wettkämpfen werden Werte gefördert und gefordert, die jeder im späteren Berufsalltag auch braucht“, betont Jasmin Fischnaller, Landesvorsitzende der Junghandwerker im Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister lvh. „Es kommt auf Genauigkeit an, auf Präzision und punktgenaue Leistung unter Zeitdruck.“

"Südtirols beste Fachkräfte" 

Mit ihr vor Ort drückt auch Special Member des WorldSkills-Team und Landesrat Philipp Achammer die Daumen: „Die Jugendlichen, die sich hier in São Paulo mit ihren Fähigkeiten und Talenten der Welt präsentieren, zählen zu Südtirols besten Fachkräften“, lobt Achammer.

„Für sie – und auch für unser Land - ist das eine einzigartige Gelegenheit, sich auf der großen Weltbühne zu präsentieren. Südtirol braucht gerade jetzt junge Menschen, die einen praktischen Beruf anstreben und damit bis an die Spitze gelangen wollen.“

Noch bis Samstagabend wird im Anhembi-Park in São Paulo um jeden Punkt gekämpft. Am Sonntagabend brasilianischer Ortszeit steigt dann bei den 19 Südtiroler Kandidaten, ihren Experten und den Fans und Freunden vor Ort und auch Zuhause die Spannung: Dann nämlich werden Weltmeister gekürt und man wird wissen, ob auch einige Südtiroler wieder aufs Treppchen steigen dürfen. 

stol