Montag, 13. April 2015

Südtiroler Karosseriebauer protestieren

Ein Gesetzesentwurf hat die Betreiber italienischer Karosseriewerkstätten erzürnt: Auf keinen Fall wollen sie sich den Versicherungsgesellschaften unterwerfen und den Kunden die Wahl der Reparaturwerkstatt vorschreiben. Auch Südtirol zieht mit.

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Foto: © shutterstock

„Ich habe das Auto, das Modell, die Farbe, die Versicherung und den Mechaniker gewählt. Warum sollte ich nicht auch meinen Karosseriebauer wählen dürfen?“ So lautet der Titel einer Protestinitiative und gleichzeitig Unterschriftenaktion, die die Südtiroler Karosseriebauer ins Leben gerufen haben.

Damit wollen die Handwerksbetriebe auf einen Gesetzesentwurf aufmerksam machen, der den freien Wettbewerb der Reparaturwerkstätten in Gefahr bringt, vor allem aber den Kunden entmündige. 

„Wir wollen uns keinesfalls dem Diktat der Versicherungsgesellschaften unterwerfen, die in den letzten Monaten immer wieder versucht haben, Verbrauchern und Handwerkern die Wahl der Reparaturwerkstatt sowie Konditionen und Preise der Reparaturtätigkeit vorzuschreiben. Der Verbraucher muss auch weiterhin die Freiheit haben, sich im Schadensfall an die Werkstatt seines Vertrauens wenden zu können und darf durch solche Gesetze nicht entmündigt werden“, betonte SAG-Präsident Manfred Huber im Rahmen der Pressekonferenz am Montag.

Kammerabgeordneter Daniel Alfreider bedauerte die Vorgehensweise der römischen Politik: „In Italien wird immer wieder versucht ein Problem mit einem neuen Gesetzestext zu lösen, der schlussendlich die Vorzeigebetriebe bestraft, nicht aber dem Problem auf den Grund geht. Gemeinsam mit dem lvh und der Confartigianato werden die Südtiroler Parlamentarier versuchen, auf die Abänderung des Gesetzesentwurfes einzuwirken.“

lvh-Vizepräsident Martin Haller stellte abschließend die Unterschriftenaktion vor. „Bis Ende April 2015 werden die Südtiroler Karosseriewerkstätten Unterschriften bei ihren Kunden für die freie Wahl des Karosseriebauers einholen und diese anschließend an die römischen Politiker übergeben.“

stol

stol