Freitag, 21. September 2018

Südtiroler Pioniere: „Sich erinnern, woher unser Wohlstand kommt“

Vom Bauernland zu einer der wohlhabendsten Regionen Europas: Südtirol hat in den vergangenen Jahrzehnten einen wirtschaftlichen Wandel geschafft, der weithin seines gleichen sucht. Wesentlich dazu beigetragen haben 10 Südtiroler Unternehmer, deren Erfolgsgeschichten nun im Buch „Pioniere des Südtiroler Wirtschaftswunders“ verewigt wurden.

Die Familie Loacker ist eines der Beispiele für Südtiroler Pioniere. - Foto: liz
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Die Familie Loacker ist eines der Beispiele für Südtiroler Pioniere. - Foto: liz

Südtirol gehört heute zu den wirtschaftlich reichsten Regionen in Europa. Doch wie kam es dazu? Welche Entwicklung steckt hinter dem sagenhaften Aufstieg Südtirols vom ärmlichen Bauern- zum florierenden Wohlstandsland?

Die beiden Wirtschaftsjournalisten Rainer Hilpold und Arnold Sorg haben die Antworten auf diese Fragen gesucht – und unter anderem in der Arbeit und dem Vermächtnis von 10 Südtiroler Unternehmern gefunden.

„Südtirols Wirtschaft geht es derzeit so gut wie wohl nie zuvor in seiner Geschichte“, so Hilpold. „Es war Zeit, einen Blick hinter den Aufschwung zu werfen.“

Und ihm ein Gesicht zu geben: Neben den Besonderheiten Südtirols in den einzelnen Wirtschaftssektoren stehen nämlich vor allem 10 Südtiroler Pioniere und deren Geschichten im Mittelpunkt des Buches.

Porträtiert wurden in „Pioniere des Südtiroler Wirtschaftswunders“ Christoph Oberrauch (Durst, Alupress), Michl Seeber (Leitner-Gruppe), die Geschwister Loacker Zuenelli (Firma Loacker), Benedikt Gramm (Firma Gramm), Karl „Schaly“ Pichler (Karl Pichler AG), Maria Luise Troyer (Turbinenbau Troyer), Luise Dorfer (Hotel Quellenhof), Hans Krapf (DUKA), Georg Oberrauch (Oberrauch Gruppe/Sportler) und Peter Rieper (Firma Rieper).

„Sie alle waren wichtig für Südtirol. Und: All diese Unternehmen kennt man auch heute noch als starke Marken“, erklärt Sorg.

Foto: liz

Ein wichtiges Buch für die Südtiroler Jugend

Auch Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder hat sich als Zeitzeuge zur Verfügung gestellt und war bei der Buchvorstellung am Donnerstag im Parkhotel Laurin zugegen: „Ich glaube, dass dieses Buch vor allem auch für die Jugend Südtirols wichtig ist. Es erklärt, woher unser aktueller Wohlstand kommt, dass er auf harter Arbeit und Fleiß beruht. Das sollten wir uns immer wieder ins Bewusstsein rufen“, so Durnwalder.

Karl Pichler, der ebenfalls im Buch porträtiert wurde, wandte sich bei der Vorstellung an seine Pioniers-Kollegen: „Ich glaube behaupten zu dürfen, dass wir alle sehr stolz sind, uns in diesem Buch wiederzufinden. Wir waren junge Buben und Mädels, als wir angefangen haben, doch heute können wir von uns sagen, etwas geleistet zu haben. Und das ist das Beste, was einem Unternehmer passieren kann.“

stol/liz

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