Mittwoch, 02. August 2017

Südtirols E-Werke können endgültig aufatmen

Nun ist es fix: Für Südtirols kleine und mittlere E-Werke bleibt alles beim Alten. Der römische Senat hat das Wettbewerbsgesetz (legge concorrenza 2016) mittel Vertrauensabstimmung verabschiedet, das auch den entsprechenden Passus der E-Werke enthaltet.

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Symbolbild - Foto: © shutterstock

Zur Erklärung: Der italienische Gesetzentwurf (legge concorrenza 2016) sah ursprünglich vor, dass alle Energieanbieter unter 100.000 Kunden sowohl eine gesellschaftliche, als auch die funktionale Trennung vornehmen müssen. Will heißen: Jedes E-Werk müsste jeweils einen eigenen Geschäftsführer für die Bereiche Stromproduktion, Stromhandel und Stromverteilung einstellen.
Zusätzlich bräuchte es auch eigene Gremien für diese 3 Geschäftsfelder: Also jeweils 3 Verwaltungs- und Aufsichtsräte. Damit nicht genug, müsste die Trennung auch räumlich erfolgen, was natürlich auch die Notwendigkeit von zusätzlichen Mitarbeitern bedeutet.

„Das wäre der sichere Ruin für Südtirols E-Werke“, sagte der Direktor des Südtiroler Energieverbandes (SEV), Rudi Rienzner, kürzlich gegenüber den „Dolomiten“. Mithilfe der SVP-Senatoren Albrecht Plangger und vor allem Hans Berger ist es aber gelungen, eine Ausnahmeregelung in den Gesetzentwurf zu schreiben. „Dieser Passus sieht vor, dass alle E-Werke mit weniger als 25.000 Abnehmer von der Trennung der 3 Geschäftsfelder nicht betroffen sind“, sagte Senator Berger den „Dolomiten“.

Nun ist das Wettbewerbsgesetz durch und damit auch der E-Werk-spezifische Passus in trockenen Tüchern.

stol/sor

stol