Sonntag, 14. Juli 2019

Support-Aus für Windows 7 kommt in einem halben Jahr

Mit Windows 7 verlässt in einem halben Jahr ein weiterer Dinosaurier die Bühne der digitalen Welt. Ab dem 14. Jänner 2020 stellt Microsoft den Support für das Betriebssystem ein. Dann wird es keine Software- oder Sicherheits-Updates mehr geben. Nutzer, die weiter an dem betagten System festhalten, riskieren dabei, sich ungeschützt Cyber-Angriffen und Schadsoftware auszusetzen.

Windows 7 gehört bald der Vergangenheit an.
Windows 7 gehört bald der Vergangenheit an. - Foto: © shutterstock

Für aufgeregten Wirbel wie beim Support-Ende von Windows XP vor 5 Jahren dürfte das Aus für Windows 7 zwar eher nicht mehr sorgen. Sicherheitsexperten raten aber auch in diesem Fall dringend davon ab, das betagte Betriebssystem weiter zu nutzen. Microsoft rät, sich schon jetzt auf einen Systemwechsel vorzubereiten und gibt Tipps für den Umstieg auf das aktuelle Windows 10. Das sei ohnehin das „sicherste Windows aller Zeiten“, stellt das Unternehmen heraus.

Dass die Microsoft-Anwender so zögerlich auf das neue System umsteigen hat auch mit Geld zu tun. Im Gegensatz zum Wettbewerber Apple, der seit Jahren seine neuen macOS-Versionen kostenlos verteilt, verlangen Microsoft und seine Partner Geld, um auf dem neusten Stand zu bleiben.

Zwar hatte Microsoft nach dem Marktstart von Windows 10 das Upgrade von Windows 7 und 8 für geraume Zeit kostenlos ins Netz gestellt. Dieses Angebot ist allerdings seit 2 Jahren ausgelaufen. Seither bietet Microsoft das System ab rund 145 Euro zum Herunterladen an. Einige Fachmedien geben jedoch auch Hinweise, wie Nutzer selbst heute noch kostenlos auf das aktuelle System wechseln können, indem sie etwa das „Media Creation Tool“ auf der Website von Microsoft herunterladen. Dazu kommt aber, dass manche Dritt-Hersteller Geld für aktuelle Versionen ihrer Programme verlangen, damit sie auch unter Windows 10 problemlos laufen.

Für allzu große Aufregung sollte – anders als bei Windows XP – das Aus von Windows 7 jedoch nicht sorgen. „Unsere Kunden haben aus der Situation bei Windows XP gelernt“, sagt Sabine Bendiek, Chefin von Microsoft Deutschland. „Wer sich frühzeitig mit dem Umstieg beschäftigt, minimiert Risiken und Kosten und profitiert von aktuellen Sicherheitsfunktionen und Innovationen.“

apa/dpa

stol