Dienstag, 13. März 2018

Tagung der landwirtschaftlichen Genossenschaften

Am Freitag, den 9. März, fand die Tagung der landwirtschaftlichen Genossenschaften in der Kellerei Meran Burggräfler in Marling statt. Unter dem Motto: „Im Spannungsfeld zwischen Verbraucherwünschen und Lebensmittelerzeugung. Interessen. Emotionen. Innovation.“ hat der Raiffeisenverband Südtirol 3 Referenten zu aktuellen Themen eingeladen.

Am Freitag, den 9. März, fand die Tagung der landwirtschaftlichen Genossenschaften in der Kellerei Meran Burggräfler in Marling statt. - Foto: Raiffeisen
Badge Local
Am Freitag, den 9. März, fand die Tagung der landwirtschaftlichen Genossenschaften in der Kellerei Meran Burggräfler in Marling statt. - Foto: Raiffeisen

Nach der Begrüßung durch den Obmann des Raiffeisenverbandes, Herbert Von Leon, nahm Johann Költringer, Leiter der Abteilung Wirtschafts-, Agrar- und Europafragen im Österreichischen Raiffeisenverband, die zukünftige Agrarpolitik in Europa unter die Lupe.

Die Europäische Agrarreform (GAP) wird derzeit neu verhandelt und es stellt sich die Frage, ob sie der Land- und Ernährungswirtschaft auch gerecht wird. Schon jetzt ist klar, dass die spürbar verstärkte Nachhaltigkeits- und Umweltorientierung der Konsumenten einfließen wird.

„Die Klimaziele sind in den ersten Konzepten zur neuen Vereinbarungen drinnen“, sagte Költringer, der bereits Einblick in die Papiere hatte. Nachhaltigkeit, Umwelt, das Wohl der Tiere und die Landschaftspflege werden darin ebenfalls aufgegriffen.
Verbraucherkommunikation auf Augenhöhe 
Der Vortrag von Manuela Schürr, Leiterin der Unternehmenskommunikation, Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH (AMA) lautete: „Sagen, was Sache ist. Die Realität ist den Konsumenten zumutbar.“ Darin wurde rasch klar, dass die meisten Menschen noch immer ein Bild von der Landwirtschaft im Kopf haben, das mit der Realität der modernen landwirtschaftlichen Produktion nicht übereinstimmt.

Die AMA-Marketingexpertin setzt in ihrer Arbeit auf ehrliche und transparente Information auf Augenhöhe mit den Verbrauchern und Medien, nur so stelle sich Glaubwürdigkeit  und Vertrauen ein. 
 
Digitale Transformation – mehr als ein Modewort 
Klemens Skibicki, Professor für Economics, Marketing und Marktforschung an der Cologne Business School in Köln, referierte zum Thema: „Landwirtschaft im digital vernetzten Zeitalter - richtig verstehen oder untergehen?“

Gleich zu Beginn machte er klar: „Der durch die Digitalisierung eingeleitete Strukturwandel ist nicht mehr rückgängig zu machen und nicht mehr aufzuhalten. Das digital vernetzte Zeitalter der Netzwerkökonomie bringt neue Chancen, Regeln und eine neue Unternehmenskultur mit sich“, so der Experte.

Skibicki betonte, dass Mitarbeiter und Freunde zu Marken-Botschaftern werden. Sie beeinflussen die Kaufentscheidungen massiv und sollten daher auch in die digitale Unternehmenskommunikation eingebunden werden. 
Der Generaldirektor des Raiffeisenverbandes, Paul Gasser, betonte in seinen Abschlussworten, wie gut sich die Unternehmensform Genossenschaft eignet, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und wie wichtig es für die zukünftige Orientierung sei, sich mit neuen Impulsen und Best-Practice-Beispielen auseinanderzusetzen.

stol

stol