Dienstag, 30. Mai 2017

Tierbewegungen: Almregister endlich digital

Die Meldung der Tierbewegungen auf die Almen und von dort zurück in den Herkunftsstall erfolgt seit Dienstag elektronisch.

Das Almenregister gibt es seit Dienstag digital.
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Das Almenregister gibt es seit Dienstag digital. - Foto: © LPA

An die 1700 Almen gibt es in Südtirol, auf rund 1100 Almen werden im Sommer Tiere aufgetrieben. Tierbewegungen mussten seit fünf Jahren in Papierform bei der lokalen Forststation gemeldet werden, von da wurde die Meldung an den Amtstierarzt weitergeleitet. Diese mehrfachen Übertragungen haben nicht selten Fehler mit sich gebracht.

85.000 Tierbewegungen jährlich erfolgen endlich digital

Mehr als 85.000 Tierbewegungen mussten jährlich vom Personal des tierärztlichen Dienstes des Sanitätsbetriebes monatelang eingegeben werden.

Seit Dienstag wird die Meldung direkt vom Almbetreiber digital vorgenommen, erklären Landestierarzt Paolo Zambotto und sein Stellvertreter Ernst Stifter, die am Dienstag zu dieser Neuerung auch ein Rundschreiben verschicken.

Einige Almbetreiber haben zusammen mit den Landestierärzten erfolgreich eine Testphase durchlaufen und konstruktive Ideen geliefert. Obwohl das System erst am Anfang ist und daher noch ausgebaut und verbessert werden muss, handelt es sich um eine bedeutende Verbesserung für die Almbetreiber.

So funktioniert's

Der Almbetreiber aktiviert den eGov-Account kostenlos bei seiner Wohnsitzgemeinde und kann in Folge über seinen eGov-Account - nach Einstieg mittels Bürgerkarte oder mittels Username und Passwort - sämtliche Auftriebe und im selben Schritt auch den voraussichtlichen Abtrieb der Tiere direkt in die Viehdatenbank www.provinz.bz.it/almbewegungen eingeben.

Auf die gleiche Art erfolgt die Meldung für verspätet aufgetriebene, früher abgetriebene oder verunglückte Nutztiere.

Sollten die Almbetreiber bei dieser neuen Art der Meldung auf andere Unklarheiten stoßen, steht ihnen der örtlich zuständige betriebliche tierärztliche Dienst des Südtiroler Sanitätsbetriebs (Amtstierarzt) für Erklärungen zur Seite.

Bei technischen Problemen kann von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 17.00 Uhr die Grüne Nummer 800 816 836 gewählt werden.

„Meilenstein im Bürokratieabbau“

"Diese Neuerung", betont Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler, "ist ein Meilenstein in Richtung Bürokratieabbau". Alle eingegebenen Informationen werden in die Nationale Viehdatenbank übermittelt. 

lpa

stol