Sonntag, 24. Juli 2016

Tourismusland Italien profitiert von Terrorangst der Europäer

Immer mehr Urlauber bevorzugen italienische Strände statt exotische Destinationen. 64 Prozent der Italiener urlauben in der Heimat. Auch Südtirol zählt zu den Nutznießern.

Italiens Strände erfreuen sich heuer besonders großer Beliebtheit.
Italiens Strände erfreuen sich heuer besonders großer Beliebtheit. - Foto: © shutterstock

Das Tourismusland Italien profitiert von der Terrorangst der Europäer. Aus Sorge vor Attentaten meiden immer mehr Urlaubshungrige exotische Destinationen, sowie die Strände vom Maghreb, von Ägypten und der Türkei. Davon profitiert das als sichere Urlaubsdestination bewertete Italien.

Sizilien meldet Plus von 21 Prozent an Besuchern

Bei der Zahl ausländischer Touristen wurde im Juli ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2015 gemeldet. Einen Rekord meldete Sizilien mit einem Plus von 21 Prozent an Besuchern.

Immer mehr Italiener urlauben daheim und verzichten auf Reisen ins Ausland. 64 Prozent der Italiener werden einen Urlaub in der Heimat verbringen, geht aus einer Studie des Landwirtschaftsverbands Coldiretti hervor. 27 Prozent der Italiener urlauben in Europa, viele werden jedoch das als unsicher eingeschätzte Frankreich meiden.

Trentino-Südtirol zählt zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen 

Von dem Trend profitiert auch die Region Trentino-Südtirol, die laut Coldiretti zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen zählt. 24 Prozent der Italiener werden ihren Sommerurlaub in den Bergen verbringen. Berggegenden gelten als erholsam und sicher. Ausländer bevorzugen italienische Regionen, die sie leicht per Auto erreichen können.

Urlaubszeit wird kürzer

Die Italiener haben sich von den Folgen der Wirtschaftskrise nicht ganz erholt, daher verkürzen sie ihre Urlaubszeit. 12 Prozent der Italiener verreisen maximal drei Tage, 25 Prozent zwischen vier und sieben Tagen. 34 Prozent zwischen ein und zwei Wochen, ergab die Coldiretti-Studie.

apa

stol