Mittwoch, 24. Juni 2015

Trotz Gewässerschutz dürfen E-Werke gebaut werden

Nur mehr 34 Wasserläufe sollen noch für den Bau neuer E-Werke nutzbar sein, berichtete STOL am 5. Juni. Nun sieht die Welt wieder anders aus. Ein generelles Verbot wurde aus dem Gewässerschutzplan ausgeklammert.

Es darf dennoch gebaut werden.
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Es darf dennoch gebaut werden. - Foto: © shutterstock

Welche Fließgewässer gehören geschützt und wo darf Energie produziert werden? Das wird im Gewässerschutzkonzept festgelegt.

Noch Anfang Juni waren die Vorgaben rigoros.

Damals wurde festgelegt, dass 386 Wasserläufe als sensibel einzustufen sind. Nur noch 34 würden sich für den Bau von Wasserkraftwerken anbieten. Zustimmung kam damals vom Dachverband für Umweltschutz. Es hagelte aber auch Kritik vonseiten der Wasserwirtschaft (STOL hat berichtet) und Gemeinden.

Nun soll es ein zweistufiges Modell geben, das von einer generellen Verbotsliste zur hydro-elektrischen Nutzung absieht. Sprich: Mit positivem Bescheid darf trotzdem gebaut werden.

„Wir lassen Innovation  zu, vorausgesetzt sie bringt keine Verschlechterung“, rechtfertigt Landesrat Richard Theiner im Interview mit dem Tagblatt "Dolomiten" die Aufweichung des Gewässerschutzplans.

stol

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Alle Details lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Tagblattes "Dolomiten". 

stol