Donnerstag, 28. April 2016

TV-Gebühr darf über Stromrechnung kassiert werden

Wer einen Stromanschluss hat, hat auch ein Gerät zum Empfangen von TV-Sendungen des Staatsfunks - und muss daher die RAI-Gebühren bezahlen: Der Staatsrat in Rom hat nun grünes Licht dazu gegeben, die 100 Euro Fernsehgebühr über die Stromrechnung einzuheben.

Wer Strom hat, hat auch den Staatsfunk - und soll daher zahlen.
Badge Local
Wer Strom hat, hat auch den Staatsfunk - und soll daher zahlen. - Foto: © shutterstock

Ganze 27% der Italiener zahlen die Fernsehgebühren nicht. Dem Staat gehen so jährlich um die 600 Millionen Euro verloren. Daher der zugegeben kluge Schachzug, die Fernsehgebühren einfach über die Stromrechnung einzutreiben.

Die Reform zur Einhebung der 100 Euro über diesen Weg hat nun auch den Segen des Staatsrates. Will heißen:  

  • Jeder, der einen Stromanschluss hat, zahlt auch die Fernsehsteuer. Es wird angenommen, wer Strom hat, hat auch einen Fernseher oder ein Gerät um die RAI-Programme zu schauen (hierzu zählen auch Computer).
  • Wenn Sie mehr als eine Wohnung haben, zahlen Sie die Steuer nur einmal. 
  • Die Steuer wird auf der Stromrechnung angeführt und auf dieser als Fernsehsteuer gekennzeichnet. 
  • Wer nicht bezahlt, zahlt Strafe: 500 Euro.

Von der Regelung ausgenommen sind allerdings Smartphones und Tablets, die ursprünglich noch zu den Empfangsgeräten, wie dem PC, gezählt wurden. 

Um sich von einer Bezahlung zu entbinden, bleibt nun nur die Möglichkeit einer Eigenerklärung, mit der angegeben werden kann, wenn man keinerlei TV- oder PC-Gerät besitzt. 

Wann die 100 Euro erstmals fällig werden, ist noch nicht fix. Der Staat möchte an der ursprünglichen Regelung - sprich Juli 2016 - festhalten. 

stol

___________________________________

Über die Gebühren-Infonummer „Risponderai“ 199123000 können Auskünfte eingeholt werden. Auf der Homepage dazu kann man auch einen Rückruf vormerken. Diesbezüglich wird die Zweisprachigkeit aber nicht gewährleistet.

stol