Dienstag, 23. August 2016

Umfrage: Wirtschaft der Eurozone im Aufschwung

Die Eurozone bleibt auf Wachstumskurs. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft kletterte im August um 0,1 auf 53,3 Punkte und erreichte damit ein Siebenmonatshoch. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Instituts IHS Markit unter 5.000 Unternehmen aus Industrie und Dienstleistungssektor hervor.

Der Aufschwung hat von der Unsicherheit nach dem Brexit-Votum keinen weiteren Schaden davongetragen.
Der Aufschwung hat von der Unsicherheit nach dem Brexit-Votum keinen weiteren Schaden davongetragen. - Foto: © shutterstock

„Die Eurozone setzt ihren Wachstumskurs auch im dritten Quartal 2016 fort“, sagte IHS-Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. „Der Aufschwung hat von der Unsicherheit nach dem 'Brexit'-Votum keinen weiteren Schaden davongetragen.“ Da das Barometer leicht über dem Jahresschnitt liege, dürfte die Eurozone im dritten Quartal ähnlich wachsen wie im ersten Halbjahr.

Deutschland als „Zugpferd“

Die Industrie steigerte ihre Produktion in dem Sommermonat. Allerdings verbuchte sie die schwächste Nachfrage seit eineinhalb Jahren: Darin spiegelt sich die schwache Weltkonjunktur wider, die etwa unter der Schwäche vieler großer Schwellenländer wie Brasilien und Russland leidet.

Dagegen fiel das Auftragsplus bei den Dienstleistern so groß aus wie zuletzt vor vier Monaten. Zugleich bewerteten die Dienstleister ihre Geschäftsaussichten aber so schlecht wie seit Dezember 2014 nicht mehr.

Frankreich gelang der Umfrage zufolge das stärkste Wirtschaftswachstum seit Oktober 2015. „Das Land liegt damit aber weiter hinter Deutschland, wo sich die Wachstumsrate von ihrem Siebenmonatshoch im Juli abschwächte“, erklärte das Institut. Dennoch bleibe Deutschland „weiter das Zugpferd der Eurozone“. Auch die übrigen von der Umfrage erfassten Länder verzeichneten ein robustes Wachstum.

apa/reuters

stol