Donnerstag, 04. August 2016

Unternehmerverband: Mit Export steigt Beschäftigung

Südtirol hat in Italien die Wirtschaftskrise am besten gemeistert, nach der Region Latium ist die Provinz Bozen die dynamischste Region was die Entwicklung des Exports betrifft, schreibt der Südtiroler Unternehmerverband am Donnerstag in einer Aussendung.

Der Unternehmerverband unterstreicht die Bedeutung des Exports.
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Der Unternehmerverband unterstreicht die Bedeutung des Exports. - Foto: © D

Der Unternehmerverband bezieht sich dabei auf die Daten des nationalen Statistikinstituts Istat. Durch die Internationalisierung sei auch die Beschäftigung gewachsen: zwischen 2008 und 2015 stieg die Anzahl der unselbständig Beschäftigten um 20.000, so der Unternehmerverband.

Südtirol: Wachstum beträgt 11,9 Prozent

In Italien stieg die Anzahl der Beschäftigten zwischen 2008 und 2015 nur in den beiden autonomen Provinzen Bozen und Trient, im Latium, in der Toskana, in der Emilia-Romagna und in der Lombardei. Südtirol ist dabei der Spitzenreiter: das Wachstum betrug 11,9 Prozent, mit einer Steigerung von 169.000 auf 189.000 Beschäftigte.

Im Latium betrug der Anstieg hingegen 6,7 Prozent, in Südtirols Nachbarprovinz Trient 4,6 Prozent.

Internationalisierung als Wettbewerbsvorteil

Das gemeinsame Charakteristikum der Regionen, in denen auch während der Krise neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, sei die starke Internationalisierung der Unternehmen, schreibt der Unternehmerverband.

Die beiden Regionen, in denen die Beschäftigung am stärksten gestiegen sei, seien zugleich jene Regionen, die sich am dynamischsten auf den ausländischen Märkten bewegen. In den Krisenjahren sei der Export im Latium um 39,5 Prozent gestiegen, in Südtirol um 34,5 Prozent (von 3,2 auf 4,4 Milliarden Euro).

Pan stolz auf Betriebe

“Wir können stolz auf unsere Betriebe sein: ihr Erfolg auf den internationalen Märkten ist die beste Garantie für den Erhalt der Beschäftigung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze“, sagt der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Stefan Pan.

Neben einem konkurrenzfähigen Wirtschaftsumfeld - für das vor allem die öffentliche Verwaltung Verantwortung tragen würden - ist es für die Betriebe auch entscheidend Wachstum anzustreben, um weltweit konkurrieren zu können.

100 Unternehmen machen 80 Prozent des Exports aus

80 Prozent des Südtiroler Exports würden "nur" von 100 Unternehmen geschaffen werden, hält der Verband fest. „Dies zeigt einerseits, wie wichtig für ein Land diese Weltmeister des Exportes sind. Zugleich wird deutlich, dass es noch viel Potential gibt, um in diesem Bereich besser zu werden“, unterstreicht Pan.

stol

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