Tony Tschenett redet nicht lange um den heißen Brei herum: „Die Situation in Südtirol ist momentan leider so, dass viele Arbeitnehmer mit ihrem Lohn nicht mehr über die Runden kommen“, sagt der ASGB-Vorsitzende zu STOL. Dies betreffe nicht nur eine Berufskategorie, sondern ziehe sich durch viele Berufe. <BR /><BR /><BR />„Es ist so, dass während der Pandemie sehr viele Mitarbeiter im Lohnausgleich waren, arbeitslos, oder auch gar keinen Verdienst hatten, und in dieser Zeit ja trotzdem Kosten hatten und ihre Familie ernähren mussten“, so Tschenett. Viele Arbeitnehmer hätten also ihr Erspartes aufgebraucht.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-52754315_quote" /><BR /><BR /><BR /><BR />Was aber erschwerend hinzukommt, so Tschenett, seien die drastischen Preissteigerungen: „Angefangen bei den hohen Energiekosten über die hohen Lebenshaltungskosten in Südtirol, wissen viele Leute nicht mehr, wie sie mit ihrem Gehalt über die Runden kommen sollen“, so der Gewerkschafter. Diese Situation habe sich in den vergangenen 2 Jahren deutlich verschärft. <BR /><BR /><BR />Tschenett fordert daher die Politik auf, dringend einzugreifen und etwas zu tun, damit der Armutsanteil in der Südtiroler Gesellschaft in den kommenden Jahren nicht deutlich nach oben geht. „Das wäre ein Armutszeugnis für ein reiches Land wie Südtirol“, sagt Tschenett. <BR /><BR />