Europas Wirtschaft leidet unter einem massiven Fachkräftemangel – auch und vor allem in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (den sogenannten MINT-Disziplinen). Die fortschreitende Digitalisierung wird diese Lücke künftig weiter aufreißen. Für die Zukunft wünschen sich Betriebe deshalb deutlich mehr Azubis, mehr Absolventen und – auch mehr Frauen. Doch trotz aller Bemühungen vonseiten der technischen Oberschulen und Universitäten sowie der Wirtschaft ließen sie sich bislang nicht wirklich begeistern.Das ist in Südtirol nicht anders als in anderen Regionen Europas, wie es im aktuellen „WIKU“ heißt. Im Studienjahr 2014/15 haben zum Beispiel insgesamt 812 Südtirolerinnen und 451 Südtiroler ihr Studium an einer italienischen Universität abgeschlossen. Während die jungen Frauen eindeutig Bildungswissenschaften, Politik- und Sozialwissenschaften, Psychologie und Sprachen bevorzugten, waren die Natur- und Ingenieurwissenschaften fest in Männerhand. Sogar an der Fakultät für Theologie promovierten im Vergleichsjahr mehr Frauen als Männer, während sich die Geschlechter bei Medizin, Architektur und Recht die Waage hielten. Haben die Frauen vielleicht einfach keine Lust auf Technik?Mit dieser These ist Barbara Willimek, Direktorin der technologischen Fachoberschule (TFO) „Max Valier“, nicht einverstanden. „Aus Erfahrung kann ich sagen, dass unsere Schülerinnen dieselbe Begabung und dasselbe Interesse für die Technik mitbringen wie Buben. Vorausgesetzt, dieses Interesse wird auch entsprechend früh gefördert“, sagt sie gegenüber dem „WIKU“.Wo laut den Experten die Förderung ansetzen sollte, wie eine junge Frau „trotz“ Sprachenlyzeum ihr Chemiestudium stemmt, und wie ist es ist, in der TFO das einzige Mädchen in einer Bubenklasse zu sein, lesen Sie im aktuellen „WIKU“. Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".