Donnerstag, 19. März 2015

Wie sehr Stromerzeuger die Sonnenfinsternis fürchten

Die partielle Sonnenfinsternis Freitag wirkt sich fast zeitgleich auf ganz Mitteleuropa aus. Netzbetreiber tüfteln an Strategien, um das Stromnetz zu stabilisieren und einen Blackout zu vermeiden.

Während der partiellen Sonnenfinsternis sinkt die Erzeugungsleistung der Solaranlagen. Foro: Bill Ingalls/NASA/Getty Images
Während der partiellen Sonnenfinsternis sinkt die Erzeugungsleistung der Solaranlagen. Foro: Bill Ingalls/NASA/Getty Images

Am Vormittag des 20. März 2015 wird es dunkel in Mitteleuropa. Oder zumindest etwas dunkler. Denn zwischen am Vormittag schiebt sich der Mond zwischen Sonne und Erde und blockiert bis zu gut 80 Prozent des Sonnenlichts.

Diese partielle Sonnenfinsternis wird bei wolkenfreiem Himmel Millionen begeistern und zugleich die Stabilität des Stromnetzes auf die Probe stellen.

Energieleistung der Solaranlagen sinkt

So warnen jedenfalls die vier Betreiber der deutschen Übertragungsnetze - Amprion, Tennet, 50Hertz und TransnetBW. Der Grund: Während der Abschattung könnte die Erzeugungsleistung der vielen Solaranlagen in Deutschland sinken.  

Auch der europäische Verband der Netzbetreiber, Entso-E, schätzt die Folgen der Sonnenfinsternis für fast den ganzen Kontinent ab.

Auch Norditalien muss sich wappnen

Knapp die Hälfte aller europäischen Solaranlagen mit über 89.000 Megawatt Leistung stehen in Deutschland. Hier sind die Auswirkungen besonders zu beachten.

Nur Norditalien mit einer vergleichbaren Dichte an Solarparks wird sich ähnlich wie Deutschland wappnen müssen.

stol/ker

stol