Mittwoch, 20. Juni 2018

Wie viel Fußball-WM im Job erlaubt ist

Fußballfans haben es heuer nicht einfach: Viele Spiele werden während der Arbeitszeit angepfiffen. Was tun? Trotzdem schauen und die Arbeit 90 Minuten ruhen lassen? Das ist keine gute Idee. Schlimmstenfalls droht die Entlassung.

Arbeitnehmer können sich nicht einfach ohne Genehmigung des Chefs 90 Minuten vor den TV-Apparat setzen oder im Internet die Spiele mitverfolgen.
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Arbeitnehmer können sich nicht einfach ohne Genehmigung des Chefs 90 Minuten vor den TV-Apparat setzen oder im Internet die Spiele mitverfolgen. - Foto: © shutterstock

„Der Arbeitnehmer ist in erster Linie dazu verpflichtet, während der vorgesehenen Zeit seine Arbeitsleistung korrekt zu erbringen“, erklärt der Sterzinger Arbeitsrechtsberater Josef Tschöll gegenüber dem „WIKU“.

Das heißt: Arbeitnehmer können sich nicht einfach ohne Genehmigung des Chefs 90 Minuten vor den TV-Apparat setzen oder im Internet die Spiele mitverfolgen. „Hält sich der Mitarbeiter nicht an seine Pflicht, die Arbeitsleistung korrekt zu erbringen, kann der Arbeitgeber Disziplinarmaßnahmen verhängen“, erklärt Tschöll. Das könne ein mündlicher Verweis sein, aber schlimmstenfalls droht auch eine Entlassung. Denn wenn etwa wegen der Fußball-WM jemand seine  Aufsichtspflicht verletzt und es zu einem Arbeitsunfall kommt, kann eine Kündigung die Folge sein, wie Tschöll im „WIKU“ sagt.

Ob Arbeitnehmer bei der Arbeit wenigstens mit einem Bier auf die Tore anstoßen dürfen und wie Südtirols Chefs mit dem Fußballfieber ihrer Belegschaft umgehen, lesen Sie im aktuellen „WIKU“, Beilage des Tagblatts Dolomiten am Mittwoch.

stol