Mittwoch, 16. März 2022

Wirtschaftsring hofft auf bessere Anbindung zwischen Bruneck und Bozen

Der Südtiroler Wirtschaftsring hofft auf Geld für bessere Anbindung zwischen Bruneck und Bozen, da die Regierung Draghi bis 2025 103 Milliarden Euro für Investitionen im Infrastrukturbereich bereitstellen will. Viel Geld, das vor allem der Modernisierung der Flotten und Nahverkehrsgesellschaften, der Förderung nachhaltiger Mobilität und der Aufstockung des Busverkehrs dienen soll.

Der SWR hofft auf eine bessere Anbindung zwischen Bruneck und Bozen. - Foto: © ki

Der Südtiroler Wirtschaftsring (SWR) begrüßt die Entscheidung der Regierung, so die Aussendung des SWR. Stehen doch gerade im Pustertal zukunftsweisende Infrastrukturprojekte an. „Die Riggertalschleife ist ein wesentlicher Meilenstein, doch es braucht bekanntermaßen weitere Investitionen, damit die Pusterer nicht nur direkt, sondern auch schnell nach Bozen kommen. Die bessere Anbindung der Hauptorte des Pustertals an Bozen muss weiterhin prioritär umgesetzt werden, nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus ökologischen Gründen“, sagt Andreas Leiter, Bezirkspräsident des SWR Pustertal.

Anton Schenk, der sich im Unternehmerverband seit Langem mit der Frage der Mobilität beschäftigt, bekräftigt dies. „Die Mobilitätszentren von Bruneck und Brixen müssen nach ihrer Fertigstellung vorrangig genutzt werden, um eine schnelle Anbindung der Hauptorte zu verwirklichen. Die kleinen Bahnhöfe müssen weiterhin erreichbar bleiben. Das verlangt aber, dass die Bahnstrecke an manchen Stellen zweigleisig ausgebaut wird.“

Geldpaket auch für regionales Nahverkehrsnetz

Die Regierung Draghi sieht das geschnürte Geldpaket in Milliardenhöhe ausdrücklich auch für den Ausbau des regionalen Nahverkehrsnetzes vor. Seit Jahren setzt die Landesregierung bekanntlich auf die Mobilität der Schiene als zukunftsweisendes Modell für Südtirol, so der SWR. „Deshalb gilt es zu hoffen“, sagt Schenk, „dass die zuständigen Politiker die Projekte für das Pustertal in Rom vorbringen, um weitere finanzielle Mittel zu gewinnen.“

Das Ziel, so der SWR, muss langfristig sein, den Individualverkehr einzuschränken und öffentliche Verkehrsmittel als Alternative zur Fortbewegung noch attraktiver zu machen. „Nur ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Konzept“, so Leiter, „kann die Weichen für die Zukunft in die richtige Richtung stellen.“

stol

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden