Nach komplexen Ermittlungen hat die Finanzpolizei Bozen 3 Bauunternehmer mit Wohnsitz in Südtirol angezeigt. Ihnen wird Steuerbetrug in Höhe von 12 Millionen Euro vorgeworfen.<BR /><BR />Die Unternehmer betrieben insgesamt 16 Baufirmen. Diese wurden auf dem Papier zum Teil von einfachen Bauarbeitern verwaltet. 8 dieser Strohmänner wurden von den Ermittlern ebenfalls angezeigt. Mit Beschluss des Untersuchungsrichters wurde die gerichtliche Verwaltung von 5 der betroffenen Baufirmen angeordnet.<BR /><BR />Das Geld sollen die Unternehmer mit diversen steuertechnischen Tricks am Fiskus vorbei geschmuggelt haben. Unter anderem wird ihnen Geldwäsche, das Ausstellen von Scheinrechnungen und unterlassene Steuererklärung vorgeworfen.<BR /><BR />Die Ermittlungen zu diesem Fall kamen in Gang, als die Finanzpolizei bei einer gewöhnlichen Steuerprüfung auf Rechnungen aufmerksam wurde, die in keinerlei Zusammenhang mit realen Geschäften standen. <BR /><BR />In der Folge unternahmen die Ermittler auch Hausdurchsuchungen in mehreren Regionen Italiens. Eine davon brachte 140.000 Euro in bar zum Vorschein, die in einem Kleiderschrank versteckt gewesen waren.