Donnerstag, 05. November 2020

4 weitere Gemeinden im Mini-Lockdown

Wieder werden Südtiroler Gemeinden unter einen Mini-Lockdown gestellt. Es handelt sich dabei um die Gemeinden Auer, Tisens, St. Lorenzen und Prad.

Weitere 4 Gemeinden befinden sich nun im Minilockdown.
Badge Local
Weitere 4 Gemeinden befinden sich nun im Minilockdown. - Foto: © shutterstock
Sie gesellen sich damit mit Verordnung 65 zu den 23 Gemeinden, über die bereits ein Lockdown verhängt wurde.

Auch hier werden die Friseure und Schönheitspfleger schließen und die Bürger dürfen ihre Gemeinde nur mehr aus beruflichen, gesundheitlichen oder dringlichen Gründen verlassen, Bürger aus anderen Gemeinden dürfen die Lockdown-Gemeinden ebenfalls nur aus diesen Gründen betreten. Die Schulen öffnen allerdings auch in den Lockdown-Gemeinden nächsten Montag. Präsenzunterricht ist allerdings lediglich bis einschließlich der ersten Klasse der Mittelschule möglich – auch hier mit Maskenpflicht für Kinder ab dem 6. Lebensjahr. Hier gilt somit der Fernunterricht bereits von der 2. Klasse Mittelschule aufwärts, und nicht erst in der Oberschule. Nur in absoluten Ausnahmenfällen ist wie bei den Oberschulen auf Landesebene Präsenzunterricht möglich. Auch Kindergärten und Kitas öffnen.



Wie der Landeshauptmann am Mittwoch in seiner Verordnung festgelegt hat, gelten die verschärften Auflagen für die roten Gemeinden einheitlich bis 14. November. Leifers, Sarntal, Freienfeld, Ratschings, Mals, Schluderns, Gargazon, Rasen-Antholz, Glurns, Taufers im Münstertal und Pfitsch machen somit einen 14-tägigen Mini-Lockdown. Die Gemeinden, über die gestern der Lockdown verhängt wurde, also Bozen, Neumarkt, Sterzing, Nals, Pfatten, Branzoll, Welschnofen, Waidbruck, Mölten, Prags, Feldthurns und Niederdorf, 9 Tage.

Die Entscheidung, welche Gemeinden rot sind, fällt das Land anhand von Vorschlägen einer Expertenkommission des Sanitätsbetriebes.„Dabei geht es nicht um einen Indikator, sondern um die Gesamtbewertung“, sagt Landesrat Thomas Widmann. Unter die Lupe werden alle Gemeinden, die 3 Neuinfektionen auf 1000 Einwohner am Tag und/oder innerhalb von 14 Tagen über 10 Infektionen auf 1000 Einwohner aufweisen (siehe auch eigene Meldung). Die Analyse fußt zudem auf der Anzahl der Infektionsherde, der symptomatischen Patienten, der Spitalaufnahmen nach Schweregrad und der Personen, die sich in Quarantäne befinden. Für die Eingrenzung des Virus spielt es zudem eine Rolle, ob eine Gemeinde viele Pendler hat.

Am Donnerstagabend neu GELB eingestuft wurden übrigens Gais, Montan, Villanders, Klausen, Meran, Pfalzen, Natz-Schabs, Schnals, und Kurtinig.



hof/d/vs