Mittwoch, 18. März 2020

43.000 Anzeigen in Italien

Die Ordnungshüter kommen in Italien kaum mit dem Ausstellen der Anzeigen wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkungen nach. In einer Woche wurden 43.000 Personen angezeigt.

Personenkontrolle vor dem Dom in Mailand.
Personenkontrolle vor dem Dom in Mailand. - Foto: © ANSA / Marco Ottico
Gar einige scheinen den Ernst der Lage nicht zu erkennen: Polizei, Carabinieri und Finanzwache haben Menschen am Strand angetroffen, die dort übernachten wollten. Auch offene Bars sind anscheinend keine Seltenheit, ebenso wie ein Picknick im Park oder ein Ausflug im Boot.

Über die Aufzeichnungen der Funkzellen durch das Handy ist belegt, dass sogar in der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Region Lombardei die Menschen noch immer unterwegs sind.

Militär kontrolliert in Kampanien

Besonders dramatisch scheint die Lage in Süditalien zu sein. In der Region Kampanien hilft das Heer bei der Kontrolle der Ausgangsbeschränkungen. In Caserta wurde ein Mann angezeigt, der im Supermarkt auf frisches Obst gespuckt hatte. Der 25-Jährige hatte auf Instagram ein Video dazu veröffentlicht mit über Überschrift „infizieren“.

Alle Artikel sowie die interaktiven Karten der Welt und Italiens mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.



ansa/stol