Mittwoch, 09. September 2020

83.000 Euro an Corona-Zuschüssen erschlichen: 2 Anzeigen

2 Betrüger gingen der Finanzpolizei in Bozen ins Netz. Die Männer sollen zu Unrecht Corona-Zuschüsse in Höhe von 70.000 und 13.000 Euro erhalten haben.

Die Finanzpolizei von Bozen kam den Betrügern auf die Schliche.
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Die Finanzpolizei von Bozen kam den Betrügern auf die Schliche. - Foto: © Finanzpolizei
Die beiden Unternehmer, einer aus Bangladesch und einer marokkanischer Herkunft, leben und arbeiten in Bozen. Wie die Finanzwache in einer Presseaussendung mitteilt, betreibe einer einen Minimarkt in der Stadt, der zweite arbeite im Bauhandwerk.

Die Finanzpolizei kam den beiden mutmaßlichen Betrügern aufgrund der guten Zusammenarbeit mit einem Buchhalter auf die Schliche. Demnach soll sich einer der Unternehmer an den Buchhalter gewandt haben, um ein Antragsverfahren für Corona-Zuschüsse in die Wege zu leiten. Der Buchhalter jedoch teilte ihm mit, dass dies aufgrund der Gegebenheiten nicht möglich sei.

Später habe der Buchhalter bemerkt, dass der Unternehmer unabhängig von ihm für die Beträge angesucht habe. Dies meldete er der Finanzpolizei.
Unter anderem soll der Mann aus Bangladesch für seinen Minimarket einen falschen Betrag eingegeben haben. So habe er 2019 zwar nur 1450 Euro laut Rechnungen verdient, im System bei den Ansuchen bezifferte er den Betrag jedoch mit 350.000 Euro. Dadurch erhielt er innerhalb weniger Tage einen Betrag von 70.000 Euro.

Der Handwerker hingegen habe rund 13.000 Euro fälschlicherweise beantragt und erhalten. Beide kassierten eine Anzeige.

stol