Samstag, 07. Dezember 2019

95.000 Euro über die Grenze geschmuggelt – Mann angezeigt

Weil er versucht hat, 95.000 Euro über die Grenze nach Italien zu schmuggeln, wurde ein 46-jähriger Italiener angezeigt. Ihm drohen mehrere Jahre Haft wegen Geldwäsche.

Insgesamt hat die Finanzpolizei von Brixen 95.000 Euro beschlagnahmt.
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Insgesamt hat die Finanzpolizei von Brixen 95.000 Euro beschlagnahmt. - Foto: © Finanzpolizei Brixen

Vor wenigen Tagen hat die Finanzwache von Brixen einen BMW des Typs 530 Xdrive mit ausländischem Kennzeichen an der Mautstelle von Sterzing angehalten.

Am Steuer saß ein 46-jähriger Italiener mit Wohnsitz in Prag, auf dem Beifahrersitz seine 31-jährige Begleiterin aus Tschechien.

Obwohl die beiden angaben, keine widerrechtlichen Gegenstände mit sich zu führen, wirkten sie nervös, wie die Finanzpolizei in einer Aussendung erklärt.

Bald stellte sich heraus, dass der Mann mehrfach vorbestraft war, weshalb eine Fahrzeugkontrolle eingeleitet wurde.

Dabei wurden unter der Mittelarmlehne des Rücksitzes sowie in einer Jacke, die ebenfalls auf dem Rücksitz lag, 2 Umschläge gefunden, in denen sich Geldscheine im Gesamtwert von 95.000 Euro befanden.

Da der Mann versucht hatte, die Geldsumme über die Grenze zu schmuggeln und bereits in der Vergangenheit wegen Steuerhinterziehung anbelangt worden war, wurde er auf freiem Fuß wegen Geldwäsche angezeigt.

Außerdem bestehe Grund zur Annahme, dass das Geld durch illegale Hehlerei „verdient“ wurde.

Das Strafmaß für Geldwäsche reicht bei einer Verurteilung von einer Freiheitsstrafe von 4 bis 12 Jahren sowie einer Geldstrafe von 5000 bis 25.000 Euro.

Wer Geldsummen über einem Betrag von 9.999 Euro in das Land bringen oder aus dem Land führen möchte, muss dies vorab dem Zoll melden, ansonsten wird ein Teil der Summe beschlagnahmt, außerdem kassiert man eine Verwaltungsstrafe.

Insgesamt hat die Finanzpolizei Bozen seit Jänner 2018 einen Betrag von insgesamt 450.000 Euro beschlagnahmt.

liz

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