Montag, 12. April 2021

Abschied von Roland Thöni: „Viele Spuren hinterlassen“

„Er hat viele Spuren hinterlassen – nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch“, brachte es der Suldner Pfarrer Florian Öttl auf den Punkt. Gemeinsam mit Altpfarrer Josef Hurton zelebrierte er am Samstag den Trauergottesdienst für Roland Thöni in der Pfarrkirche von Sulden.

Zahlreiche Trauernde fanden sich am Samstag in der Pfarrkirche von Sulden ein.
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Zahlreiche Trauernde fanden sich am Samstag in der Pfarrkirche von Sulden ein.
Roland Thöni war am Ostersonntag im Alter von 70 Jahren an den Folgen einer schweren Hirnblutung gestorben.

Plötzlich und unerwartet, wie auch Franz Angerer – ein Freund und Wegbegleiter von Thöni – in seinem Nachruf erklärte. „Eigentlich wollten wir im kommenden Jahr anlässlich des 50-jährigen Jubiläums seiner Bronzemedaille von Sapporo (Anm. d. Red.: Olympische Winterspiele 1972) groß feiern. Die Feier bleibt ihm und uns nun leider verwehrt. Es zeigt, dass man im Leben nichts aufschieben soll“, sagte Angerer.

Thöni hatte damals bei Olympia Bronze im Slalom geholt und damit seinen größten sportlichen Erfolg gefeiert. Ohnehin war der Vinschger in der Sportwelt – und nicht nur dort – bekannt und beliebt. So kamen am Samstag zahlreiche Trauernde aus Nah und Fern nach Sulden, darunter auch sein gleichaltriger Cousin – die Ski-Legende Gustav Thöni.

Wie Angerer in seinem Nachruf erklärte, war auch der Fußball eine sportliche Leidenschaft von Roland Thöni. Er war Spieler und später auch Trainer.

Menschen und Natur wertgeschätzt

„Er war sympathisch und bodenständig. Er hat sich viel im Leben erarbeitet“, erinnerte Pfarrer Öttl. Thöni habe die Menschen und die Natur wertgeschätzt, sei jedoch kein Mann der großen Worte gewesen.

In den letzten Jahren war er unter anderem als passionierter Schafhirte aktiv. Verbunden sei er vor allem auch mit der Wallfahrtskirche „Hl. Drei Brunnen“ in Trafoi gewesen.

Harte Worte fanden sowohl Angerer als auch Pfarrer Öttl für die Falschmeldungen, die zuletzt im Internet kursierten – hinsichtlich eines angeblichen Zusammenhangs von Thönis Tod mit einer Corona-Impfung. „Solche falschen Behauptungen in den sozialen Netzwerken sind für Angehörige in einer ohnehin bereits belastenden Situation nur schwer zu ertragen“, betonte Angerer.

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