Mittwoch, 27. Januar 2021

Alfred Ebner: „Nicht-Covid-Stationen laufen auf Sparflamme“

Die Rentnergewerkschaft des AGB/CGIL ist tief besorgt über die Aussagen des Primars Reinhold Perkmann: „Wegen Personalmangels laufen die Nicht-Covid-Stationen in Südtirols Krankenhäusern auf Sparflamme.“

Alfred Ebner hat klare Forderungen an die Sanitätsspitze und an die Politik, wenn es um die Leistungen in den Krankenhäusern geht.
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Alfred Ebner hat klare Forderungen an die Sanitätsspitze und an die Politik, wenn es um die Leistungen in den Krankenhäusern geht. - Foto: © fm
„Diese Situation hat längerfristig schwerwiegende Auswirkungen auf den Gesundheitszustand von älteren, pflegebedürftigen und chronisch kranken Menschen“, schreibt die Gewerkschaft in einer Zuschrift.

Für den Generalsekretär der Rentnergewerkschaft LGR/SPI, Alfred Ebner, werde die Gesundheit jener Menschen beeinträchtigt, „die eine fristgerechte Behandlung ihrer akuten und chronischen Krankheiten benötigen“.

„Wir fordern, dass Lösungen für die Wiederaufnahme der zurzeit eingeschränkten Tätigkeiten gesucht werden, insbesondere für die Behandlung chronischer Krankheiten“, fordert Ebner.

Die Rentnergewerkschaft sei mit den Beschäftigten im Sanitätsbereich solidarisch und halte es für inakzeptabel, dass angesichts der Alarmstimmung im Gesundheitsbereich dieses Thema im Moment kaum als Problem wahrgenommen werde.

„Wir verstehen die zahlreichen Forderungen eines Teils der Wirtschaft, um arbeiten zu können“, schreibt Ebner. „Ebenso wichtig sind aber auch die Sorgen des Gesundheitspersonals, das an vorderster Front tätig und im Dauerstress ist, angesichts der vielen Neuinfektionen, die nicht auf ein absehbares Ende der Pandemie hindeuten.“

Die zeitliche Verschiebung notwendiger Leistungen könne nicht zum Dauerzustand werden. Man müsse endlich allen Gesundheitsleistungen mehr Aufmerksamkeit widmen.

„Deshalb sollte man bei den zu treffenden Entscheidungen nicht nur die Infektionszahlen von Covid-19 berücksichtigen, die natürlich der wichtigste Aspekt sind, sondern die Gesamtsituation im Gesundheitsbereich“, so Ebner.

stol