Samstag, 24. Juli 2021

Aufräumarbeiten im Schlerngebiet: Einsatzkräfte pausenlos im Einsatz

Nach dem verheerenden Unwetter im Schlerngebiet standen rund 200 Feuerwehrleute gemeinsam mit Bergrettung, verschiedenen Landesdiensten und privaten Firmen nahezu pausenlos bis spät in die Nacht bei den Aufräumarbeiten im Einsatz. Ihnen gebührt großer Dank. Die Arbeiten werden auch am Samstag fortgeführt.

Zahlreiche Feuerwehrleute sind nahezu pausenlos mit den  Aufräumarbeiten beschäftigt.
Badge Local
Zahlreiche Feuerwehrleute sind nahezu pausenlos mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. - Foto: © FFW Seis
Am schlimmsten getroffen hat es am Donnerstag – wie berichtet – Seis. In kurzer Zeit waren 80 Millimeter Regen gefallen. Wasserläufe und kleinere Bäche, vor allem der Frötschbach, schwollen innerhalb kürzester Zeit bedrohlich an und verließen die Ufer. Dabei wurden mehrere Brücken zerstört, sodass sie unbenutzbar sind und zum Teil neu aufgebaut werden müssen.

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen



Laut der Feuerwehr wurden 40 Häuser stark vom Unwetter getroffen, als in die Keller und Garagen Wasser eindrang. Auch der Parkplatz an der Umlaufbahn-Talstation wurde mit braunem Lehmwasser und Gestein überschwemmt. Auch in die Jugendräume ist Wasser eingedrungen.

60 Einsätze

„Ich habe in der Nacht auf Freitag – wie viele andere – nur eine halbe Stunde geschlafen“, sagt der Seiser Feuerwehrhauptmann Reinhard Rossi. Er war Einsatzleiter nach dem schweren Unwetter. Es habe das letzte Mal beim Schneedruck 50 Einsätze abzuarbeiten gegeben, aber ein solch schweres Unwetter wie am Donnerstag mit gleich 60 Einsätzen habe er noch nie erlebt. „Dank der guten Zusammenarbeit aller haben die Einsätze gut geklappt“, betont Rossi.



Großes Aufräumen ist vor allem in der Handwerkerzone angesagt. Solche Wassermassen, die hüfthoch in die Keller eines Malerbetriebs sowie einer Tischlerei liefen, hatten die Bewohner noch nie gesehen. Auch die Handwerker sprachen den Wehrmännern ein großes Lob aus, die angesichts der Schlammmassen und der übergelaufenen Garagen, Hallen und Keller bis Freitagfrüh im Einsatz standen.

Bürgermeister Andreas Colli verschaffte sich gestern mit Zivilschutz-Landesrat Arnold Schuler ein Bild vom Unwettergebiet. Für die Behebung der Schäden wurde laut Landespresseamt eine Sofortmaßnahme von 250.000 Euro genehmigt.

Die Aufräumarbeiten werden auch am heutigen Samstag fortgeführt.

zö/stol