Montag, 27. September 2021

Ausstellung „Baustelle Südtirol“ dokumentiert Siedlungsentwicklung

Am 1. Oktober wird südtirolweit an verschiedenen Standorten die Ausstellung „Baustelle Südtirol - Siedlungsgrenzen – grenzenlos? 30 + 1 Jahre Chronikarbeit in Südtirol“ eröffnet.

Die Stadt Brixen hat sich im Laufe der Zeit maßgeblich verändert. (links 1882, rechts 2021) - Foto: © lpa

Indem sie das Zeitgeschehen dokumentieren, machen Südtirols Chronisten auch auf die großen Veränderungen aufmerksam, die das Land erfährt. Anlässlich ihres 31-jährigen Bestehens haben die Chronisten die Siedlungsentwicklung in den Brennpunkt gestellt: In der Fotoausstellung „Baustelle Südtirol“ wird die Siedlungsentwicklung der letzten hundert Jahre veranschaulicht. Ab Oktober 2021 wird die Schau, die in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Landesarchiv entstanden ist, zeitgleich an verschiedenen Standorten in Südtirol gezeigt.





Entwicklungen beobachten und dokumentieren

„Wir Chronisten beobachten und dokumentieren die Entwicklung unserer unmittelbaren Lebenswelt in Wort und Bild über längere Zeiträume“, sagt Südtirols Landeschronistin Rita Thaler Wieser. Anhand der dabei entstehenden Chronik-Dokumentationen werde der Wandel von Natur- und Kulturlandschaft besonders augenscheinlich.

Ein veränderter Lebensstil, die wirtschaftliche und die Bevölkerungsentwicklung, technische, bauliche und landwirtschaftliche Innovation, der Wohlstand und auch der Klimawandel seien Ursachen dafür und bewirkten als Negativfolgen ein leises Artensterben, Veränderungen in der Vegetation, den Rückzug der Gletscher, die Zersiedelung, die Versiegelung von Böden, den Verlust wertvoller Bausubstanz und die Vernutzung von Wirtschaftsflächen.

Wie Dörfer und Städte wachsen


Die Fotoausstellung „Baustelle Südtirol“ zeigt, wie Dörfer und Städte seit der Zwischenkriegszeit und besonders ab den sechziger Jahren kontinuierlich gewachsen sind. „Der Siedlungsdruck scheint unvermindert anzuhalten“, betont die Landeschronistin. Sie verweist darauf, dass Südtirols Chronisten mit dieser Ausstellung einen Beitrag bei der Suche nach dem Weg zu einer bewussteren und partizipativen Landschaftsentwicklung leisten wollen.

Ausstellungen in allen Bezirken und 13 Standorten

Ausstellungsstandorte, die am 1. Oktober um 18 Uhr eröffnen, um dann ab 2. Oktober regulär zugänglich zu sein, sind die Cusanus Akademie in Brixen, die Stadtbibliothek in Bruneck, die Rathausgalerie in Sterzing, der Innenhof des Rathauses von Algund, die Mittelpunktbibliothek Schlandersburg in Schlanders, Foto Furlan in Neumarkt.

Zu einem späteren Zeitpunkt öffnen dann die Ausstellungen in den Öffentlichen Bibliotheken von St. Walburg und St. Nikolaus in Ulten sowie im Rathaus von St. Pankraz, im Vereinshaus in Graun, in der Markuskirche in Laas und in der Bibliothek von Riffian. Gezeigt wird die Ausstellung zudem im Café Milchbar in Sarnthein.

Foto: © lpa


lpa/stol

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