Sonntag, 01. November 2020

Banges Warten: Contes Krisensitzung mit Regionenpräsidenten läuft

Es sind entscheidende Stunden für Italien. Ministerpräsident Giuseppe Conte hat am Sonntag die Präsidenten der italienischen Regionen zu einer dringlichen Videokonferenz einberufen, in der neue restriktive Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus besprochen werden. Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher nimmt daran teil. Im Raum steht sogar ein Lockdown für besonders betroffene Gebiete – und damit auch für Südtirol.

Einmal mehr hat Giuseppe Conte zur Videokonferenz geladen.
Einmal mehr hat Giuseppe Conte zur Videokonferenz geladen. - Foto: © ANSA / POOL LAPRESSE/MAURO SCROBOGNA
Geht es nach den Experten, die die Regierung in Sachen Coronavirus beraten, so zählt es jetzt mehr denn je. Innerhalb von nur 10 Tagen muss die Infektionskurve gebrochen werden, um einen Kollaps des italienischen Gesundheitssystem zu verhindern. Deshalb heißt es nun einmal mehr handeln.

Ministerpräsident Giuseppe Conte sowie Gesundheitsminister Roberto Speranza und Regionenminister Francesco Boccia halten zur Stunde eine dringende Videokonferenz mit den Präsidenten aller 20 italischen Regionen sowie der autonomen Provinzen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher hat sich zugeschaltet.

Die Ergebnisse werden wohl in den kommenden Stunden nach und nach durchsickern. Erwartet werden weitere Vorschriften zur Reduzierung der Kontakte und zur Vermeidung von Menschenansammlungen. Außerdem sind neuerliche Einschränkungen im Bereich der Gastronomie sehr wahrscheinlich. Schule und Arbeit sollen jedoch weitestgehend aufrecht erhalten bleiben.

Zudem wird über die Schließung der Regionengrenzen sowie über lokale Lockdowns in besonders betroffenen Gebieten diskutiert – und dazu zählt auch Südtirol. Ein entsprechendes Dekret mit weiteren Maßnahmen soll vom Ministerpräsidenten bereits am Montag unterschrieben werden.

stol