Mittwoch, 17. März 2021

Caritas: Gemeinsames Gedenken an die Opfer der Pandemie am Donnerstag

Ein Moment des Gebetes für die Verstorbenen, aber auch ein Moment des gemeinsamen Innehaltens, um neue Kraft für den Weg zu schöpfen, den wir noch vor uns haben: Auch die diözesane Caritas beteiligt sich am gesamtstaatlichen Gedenktag für die Verstorbenen der Corona-Pandemie am morgigen Donnerstag.

Die Südtiroler sind am morgigen Donnerstag dazu eingeladen, um 19 Uhr brennende Kerzen ins Fenster zu stellen: Als Gedenken an die Opfer der Pandemie.
Badge Local
Die Südtiroler sind am morgigen Donnerstag dazu eingeladen, um 19 Uhr brennende Kerzen ins Fenster zu stellen: Als Gedenken an die Opfer der Pandemie. - Foto: © shutterstock
In den Caritas-Sitzen in Bozen, Meran, Brixen, Bruneck und Schlanders sind alle zu einem gemeinsamen Gebet und zum gemeinsamen Innehalten eingeladen. Überdies bieten die Caritas Hospizbewegung, die Dienststelle Pfarrcaritas und Freiwilligenarbeit interessierten Pfarreien am Freitag die Initiative „Raum der Erinnerung“ an.

Ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie mit über 1000 Toten allein in Südtirol haben sich eine Reihe von Organisationen und Institutionen auch hierzulande zusammengetan, um sich an diesem staatsweiten Gedenken an die Opfer der Pandemie, das am 18. März stattfindet, mit Momenten der Erinnerung und des Nachdenkens zu beteiligen.

Ein Tag im Zeichen des Gedenkens

Um 9 Uhr wird Bischof Ivo Muser im Dom von Bozen die Heilige Messe zum Gedenken an die Toten feiern. Um 12 Uhr treffen sich in den Caritas-Sitzen in Bozen, Meran, Brixen, Bruneck und Schlanders sowie in anderen Diensten der Diözese die Caritas-Mitarbeiter, um gemeinsam das Vaterunser zu beten, wie es auch vor einem Jahr in Bozen auf Einladung von Papst Franziskus geschehen ist.

Um 19 Uhr werden dann die Glocken der Südtiroler Kirchen 5 Minuten lang läuten. Die Bevölkerung ist eingeladen, zu der Zeit eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen im Gedenken an all jene, die uns verlassen mussten, miteinander vereint, um so Kraft zu sammeln für den Weg, der uns noch bevorsteht.

Auch der Südtiroler Landtag beteiligt sich am Gedenktag. Wie berichtet, hängen seit Beginn der Woche 2 schwarze Trauerbanner zum Gedenken an die Opfer der Pandemie an der Fassade des Landtagsgebäude. Am Donnerstag werden vor dem Sitz des Landtags Kerzen angezündet.

Räume der Erinnerung

Am Freitag, den 19. März, dem Tag des heiligen Josef, dem Schutzpatron der Sterbenden, haben die Mitarbeiter der Hospizbewegung, der Dienststelle Pfarrcaritas und Freiwilligenarbeit den Südtiroler Pfarreien vorgeschlagen, „Räume der Erinnerung“ zu schaffen (an geeigneten Orten wie Kirchhöfen, Friedhöfen, Gärten). In diesen kann die Gemeinschaft ihre Verbundenheit und ihr Gedenken zum Ausdruck bringen, indem sie ein weiße Schleifen an eine Pflanze bindet, eine Kerze anzündet, eine Blume, einen Stein niederlegt, das Foto eines Menschen aufstellt, der uns verlassen hat.

Ein gemeinsamer Raum, der dem Gedenken und der Reflexion gewidmet ist, der die Bedeutung symbolischer Gesten hervorheben und die Bevölkerung einladen will, auch in den kommenden Tagen immer wieder Momente der Erinnerung zu widmen.

Darüber hinaus ist bis Palmsamstag jeder eingeladen, sein Profilbild in den sozialen Medien mit dem Motto „innehalten.gedenken.ermutigen“ als Zeichen der Verbundenheit mit den Familien zu teilen, die einen geliebten Menschen verloren haben.

stol