Mittwoch, 20. April 2022

Coronalage in den Altersheimen entspannt sich zunehmend

Die Gesamtzahl an Coronafällen in Südtirols Seniorenwohnheimen ist zwar leicht gestiegen – die Zahl der Heime mit einer höheren Fallzahl um die 20 ist jedoch gesunken. Es zeichnet sich ab, dass sich die Lage zunehmend entspannt, meint die Vorsitzende des Verbandes der Seniorenwohnheime, Martina Ladurner.

In den Seniorenwohnheimen zeichnet sich eine leichte Besserung der Infektionslage ab. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Aus Südtirols Seniorenwohnheimen wird ein Todesfall aufgrund einer Covid-Erkrankung gemeldet. Derzeit sind 177 Heimbewohner infiziert gegenüber 172 Infizierten vor einer Woche. Corona-positiv sind zudem 92 Mitarbeiter. Weiterhin befinden sich 14 infizierte Heimbewohner in einer Übergangseinrichtung oder in einem Krankenhaus.

Laut Ladurner konzentriert sich die Mehrzahl der Infektionsfälle (112) derzeit auf 5 Heime. Aus diesen Strukturen werde eine zweistellige Anzahl von Fällen gemeldet. In weiteren 12 Heimen sind 2 oder mehr Heimbewohner infiziert, und in 4 Heimen ist jeweils ein Fall registriert worden.

Die Zahl der Heime mit relativ vielen Fällen hat sich somit seit der vergangenen Woche um 2 reduziert (von 7 auf 5). Ein Rückgang ist auch bei den Infektionsfällen unter den Mitarbeitern zu verzeichnen – um fast 20 Prozent (von 111 Infizierten auf 92). Die meisten Infektionen bei den Heimbewohnern verlaufen glimpflich – auch dank der Impfung, betont Ladurner.

Auch im Annenbergheim in Latsch, wo vor einer Woche gut die Hälfte der Bewohner Corona-positiv war, hat sich die Situation inzwischen beruhigt, berichtet die Direktorin Iris Cagalli. „Die Infektionszahlen flachen schrittweise ab. Die Lage hat sich soweit gebessert, dass – wenn alles so bleibt – sogar in Zeiten wie diesen zum 100. Geburtstag einer Bewohnerin die Verwandten zu Besuch kommen können“, berichtet Cagalli.

Vorbereitungen für 2. Auffrischungsimpfung laufen

Um die Heimbewohner weiterhin möglichst gut zu schützen, sollen in den kommenden 2 Wochen die allermeisten der 4000 Heimbewohner in den Südtiroler Seniorenwohnheimen die 2. Auffrischungs-Impfung erhalten. Die Planungen und Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.

Derzeit werden die Einverständnis-Erklärungen bei den Heimbewohnern und den Angehörigen eingeholt, erzählt Ladurner. Die Durchimpfungsrate in den Heimen sei hoch: 95 Prozent der Bewohner seien geboostert. Die meisten Heimbewohner hätten den Booster im Oktober erhalten. Laut dem stellvertretenden Covid-Einsatzleiter Dr. Patrick Franzoni treten bei alten Menschen nur selten Nebenwirkungen bei der Impfung auf. Ältere Menschen seien bei Corona-Infektionen noch immer sehr gefährdet. Die Auffrischung jetzt sei wichtig, um gut durch den Sommer zu kommen und Besuche möglichst ohne Einschränkungen zu ermöglichen.

Auch wenn jetzt vielerorts die Corona-Regeln gelockert werden, müsse man in den Seniorenwohnheimen weiterhin Vorsicht walten lassen, meint Ladurner: „Wir müssen uns immer dessen bewusst sein, dass wir in einem sensiblen Bereich arbeiten“, betont Ladurner. Das Ziel sei aber auch, dass das, was der Bevölkerung erlaubt wird, auch in den Heimen ermöglicht werde und die Einschränkungen sowohl für die Heimbewohner als auch für die Besucher sich möglichst in Grenzen halten.

hof

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