Sonntag, 25. Oktober 2020

Dekret unterzeichnet: Maßnahmen in Italien ab Montag in Kraft

Ministerpräsident Giuseppe Conte hat das neue Dekret unterzeichnet: Die strengeren Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus treten in Italien bereits ab Montag in Kraft, darunter auch die Schließung aller Restaurants, Bars und Eisdielen um 18 Uhr. Auch in Südtirol wurden strengere Maßnahmen beschlossen, die bis auf einige Ausnahmen das Ministerialdekret berücksichtigt.

Das Dekret wurde unterzeichnet.
Das Dekret wurde unterzeichnet. - Foto: © ANSA / Uffico stampa presidenza del COn
Das Ministerialdekret gilt ab sofort und bleibt vorerst bis bis zum 24. November in Kraft.

Darum geht es im neuen Dekret:

Das Dekret bestätigt die Schließung der Restaurants an Wochentagen und auch am Sonntag um 18 Uhr.

Kinos, Theater, Spielhallen und Kasinos müssen geschlossen bleiben.

Auch Fitnessstudios, Schwimmbäder sowie Wellness- und Spa-Zentren müssen schließen.

Jegliche Feste und Partys werden verboten, ebenso beispielsweise Feierlichkeiten nach Hochzeiten. Auch Messe-Veranstaltungen und ähnliche Veranstaltungen dürfen nicht stattfinden.

Friseursalons und Kosmetikstudios dürfen geöffnet bleiben. Gottesdienste dürfen ebenfalls weiter gefeiert werden.

An den Oberschulen sollen mindestens 75 Prozent des Unterrichts in digitaler Form stattfinden. Einige Regionen planen sogar ausschließlich Fernunterricht für Oberschüler anzubieten. Präsenzunterricht wird hingegen weiterhin an den Grund- und Mittelschulen gewährleistet.



Südtirol: Landesregierung beschließt ebenfalls strenger Maßnahmen

Ab Montag gelten auch in Südtirol neue, strengere Maßnahmen, darunter Ausgehverbot (23 bis 5 Uhr), vorgezogene Sperrstunden für Bars und Restaurants. Dies hat die Landesregierung in einer Videokonferenz am Sonntag beschlossen und dabei auch die im neuen Dekret des Ministerpräsidenten angeordneten staatlichen Maßnahmen berücksichtigt. Die neue Verordnung (Dringlichkeitsmaßnahme Nr. 49) tritt – mit Ausnahme der Regelungen in den Oberschulen – ab Montag, 26. Oktober in Kraft und gilt bis 24. November.

Mit neuen, strengeren Vorbeugemaßnahmen reagiert das Land Südtirol auf die zuletzt stark steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus.
Landeshauptmann Arno Kompatscher fasst die sich zuspitzende Lage folgendermaßen zusammen: „Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten nimmt in ganz Europa, Italien und Südtirol rapide zu. Wir müssen sofort einschneidende Maßnahmen ergreifen, um die Infektionskette zu stoppen, den Druck auf Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen zu verringern und gleichzeitig die schulische und wirtschaftliche Tätigkeit weiterhin so weit nur möglich zu gewährleisten.“

Mit wenigen Ausnahmen übernimmt die Landesregierung die neuen staatlichen Maßnahmen, berichtet der Landeshauptmann: „Lediglich einige Bereiche passen wir im Sinne unserer Autonomie und der durch das Neustart-Landesgesetz vom 8. Mai garantierten Möglichkeiten unseren lokalen Gegebenheiten an.“




ansa/jot

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