Gerade deshalb hofft Hans Werner Wickertsheim noch auf ergiebige Schneefälle bis Ostern und viel Regen im Frühjahr. Denn diese Depots sickern dann in die Quellen. „Andernfalls könnte es schon im Juni schwierig werden“, sagt er. <BR /><BR />Die Wasserzähler der Stadtwerke Meran sprechen eine bedrohliche Sprache. „Die 23 Quellen, die uns versorgen, schütten bereits jetzt 15 bis 20 Prozent weniger Wasser als im langjährigen Vergleichszeitraum“, sagt Stadtwerke-Präsident Hans Werner Wickertsheim. <BR /><BR />Die ergiebigste Quelle, die Frigele-Quelle bei Kastelbell, sprudelt derzeit 120 Liter je Sekunde, 2016/17 nach 2 trockenen Wintern waren es 130 Liter und 2022 noch 147 Liter.<BR /><BR />Das Wasserszenario ist mehr als ernst. Denn in Meran fielen laut Landesmeteorologe Dieter Peterlin heuer im Winter nur 45 Liter je Quadratmeter Niederschlag. „Das ist nur halb so viel wie im langjährigen Durchschnitt. Noch ein bisschen weniger gab es im vergangenen Winter 2021/22 mit 36 Liter je Quadratmeter. Der Winter 2020/21 brachte hingegen den Rekordwert von 359 Liter je Quadratmeter“, sagt Peterlin.<BR /><BR /><embed id="dtext86-58459413_quote" /><BR /><BR /><BR />Abgesehen von der wasserstärksten Frigele-Quelle bekommt Meran Wasser aus Quellen in der Naif, in Longfall im Spronser Tal und im Passeier. „Für unsere Quellen wäre reichlich Schnee wichtig. Denn es dauert ein paar Monate bis dieser durchsickert und die Quellen speist. Wir bräuchten Reserven in der Höhe und sind in Sorge, dass in 4, 5, 6 Monaten das Wasser knapp wird und wir im August Ausfälle haben, aber bereits im Juni Schwierigkeiten haben könnten“, sagt Hans Werner Wickertsheim. <BR /><BR />Man müsse bereits jetzt „einen Abfall in der Quellschüttung verzeichnen. Wir bräuchten massiven Niederschlag, sonst könnte es im Sommer eine Zitterpartie werden“, sagt Wickertsheim. Er hoffe, dass es noch bis Ostern Schnee gibt und es danach ordentlich regnet. Detail am Rande: Der Grundwasserspiegel ist um 2,5 Meter unter dem Mittel der Vorjahre.<BR /><BR />Dennoch gelte es bereits jetzt mit dem Wasser sparsam umzugehen. „Wir haben schon in den letzten Jahren gesagt, dass das Gut Wasser knapper werden würde. Jetzt bewahrheiten sich unsere Prognosen“, sagt Wickertsheim.<BR /><BR />„Diese Entwicklung gibt den Klimaexperten Recht und wir alle sind aufgefordert, mit der Ressource Wasser sparsam umzugehen. Ein Weiter-so ist nicht mehr drinnen. Hält der Trend so an, bekommen wir ein großes Problem“, sagt Vizebürgermeisterin und Umweltstadträtin Katharina Zeller (Bild).<BR />