Nach einem Jahr coronabedingter Pause ehren das Bundesland Tirol und das Land Südtirol den ehrenamtlichen Einsatz von Menschen nördlich und südlich des Brenners. <BR /><BR /><BR /><BR />Nach 2018 werden die Verdienstkreuze, die dritthöchste Auszeichnung des Landes Tirol, erneut in Südtirol verliehen, coronabedingt diesmal nicht auf Schloss Tirol, sondern im Meraner Kurhaus. <BR /><BR />Unter den zu Ehrenden sind auch diesmal wieder 9 Südtiroler – aus den verschiedensten Bereichen des Lebens. Sie alle haben sich durch ihr politisches, wirtschaftliches, kulturelles oder humanitäres Engagement um Südtirol und die Menschen im Land verdient gemacht. <BR /><BR />Die Geehrten dieses Jahres sind:<BR /><BR /><b>Rudi Dalvai</b>, Bozen: Mitbegründer und treibende Kraft der heimischen Weltläden<BR /><b>Toni Fiung</b>, Bozen: langjähriger Jugend- und Familienseelsorger, erfolgreicher Buchautor <BR /><b>Maria Luise Folie Wwe. Plagg</b>, Reschen: über viele Jahre u.a. im Kath. Familienverband und beim KVW engagiert<BR /><b>Johann Mayr</b>, Atzwang: langjähriges Mitglied und heute Ehrenkommandant der Freiwilligen Feuerwehr<BR /><b>Stefano Novello</b>, Terlan: vorbildlicher Einsatz in der Gemeindeverwaltung<BR /><b>Viktor Peintner</b>, Taisten: langjähriger Vizeobmann des Südtiroler Bauernbundes<BR /><b>Sigrid „Sissi“ Prader</b>, Algund: Mitbegründerin und langjährige Leiterin des Frauenmuseums Meran<BR /><b>Paul Tschigg</b>, Jenesien: Mitglied der Vinzenzgemeinschaft, engagiert sich besonders für Obdachlose in Bozen<BR /><b>Johann Wolfsgruber</b>, Bruneck: u.a. jahrelang in der Seniorenarbeit seiner Heimatstadt engagiert<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="695021_image" /></div> „Ich bin aus allen Wolken gefallen“, sagt Viktor Peintner. Der langjährige Vize-Obmann des Südtiroler Bauernbundes ist einer der 9 Südtiroler, die am Sonntag ausgezeichnet werden. „Ich habe in meinem Leben schon ein bisschen was getan, aber sicher nicht mit dem Ziel, dafür das Verdienstkreuz zu bekommen“, sagt der Taistner. „Dafür tut man die Sachen gewiss nicht.“ Ob er sich für seinen Einsatz diese Auszeichnung verdiene, bezweifle er. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="695024_image" /></div> <BR />Ähnlich wie Peintner ergeht es auch Toni Fiung. „Ich bin schon total überrascht“, sagt der ehemalige Jugend- und Familienseelsorger sowie Eheberater. „Ich weiß nicht, ob man sich so etwas verdienen kann.“ Er sieht die Auszeichnung in erster Linie als Anerkennung für den unermüdlichen Einsatz für die Familien im Lande. „Die Familie ist nämlich nach wie vor das Herzstück unserer Gesellschaft“, ist Fiung überzeugt. „In all meinen Bemühungen habe ich aber nie alleine, sondern immer zusammen mit anderen Menschen oder Organisationen gearbeitet. Insofern nehme ich die Auszeichnung stellvertretend für sie alle entgegen“, sagt Fiung.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="695027_image" /></div> <BR /><BR />Denselben Gedanken hat auch Rudi Dalvai, der „Vater“ der Südtiroler Weltläden, seit er weiß, dass er das Verdienstkreuz erhalten soll. „Ich werde diese Auszeichnung für alle Ehrenamtlichen und Mitarbeiter der Weltläden entgegennehmen. Sie haben mit ihrem Einsatz dafür gesorgt, dass der faire Handel heute in Südtirol bekannt ist und sich im Lande etabliert hat“, sagt er. Überrascht über die Auszeichnung ist er dennoch. „Vor allem, weil ich ja eigentlich mehr auf internationaler Ebene tätig war und mich erst in den letzten Jahren auf Südtirol konzentriert habe“, sagt er. Seiner Freude tut das dennoch keinen Abbruch.<BR />