Donnerstag, 08. April 2021

Fakenews rund um Tod von Roland Thöni: Rechtliche Schritte eingeleitet

Immer wieder tauchen in den sozialen Medien falsche Aussagen zu Corona-Infektionen und vermeintlichen Impfschäden auf. Selbst bei Todesfällen schrecken manche nicht zurück. Kürzlich wurde die Falschnachricht verbreitet, der bekannte Skirennläufer Roland Thöni sei nach der Verabreichung einer Impfung gestorben. Fakt ist: Roland Thöni war gar nicht geimpft.

Der ehemalige Skirennläufer Roland Thöni ist am Ostersonntag im Alter von 70 Jahren gestorben.
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Der ehemalige Skirennläufer Roland Thöni ist am Ostersonntag im Alter von 70 Jahren gestorben. - Foto: © privat
Wie berichtet, war Roland Thöni am Ostersonntag im Alter von 70 Jahren plötzlich gestorben.

Wenige Tage später zirkulierte die Falschinformation, der ehemalige Skifahrer sei nach einer Impfung mit AstraZeneca gestorben.

„Die Aussage, dass er an den Folgen der Impfung gestorben wäre, ist vollkommen aus der Luft gegriffen“, betont am Donnerstag der Südtiroler Sanitätsbetrieb. Aufgrund seines Alters fiel Roland Thöni gar nicht in jene Gruppen, die derzeit zur Teilnahme an der Corona-Schutzimpfung aufgerufen werden.

Erschwerend komme hinzu, dass Personen, die sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch über Impfungen geäußert haben, diese Falschinformationen übernommen und im Netz verbreitet haben, so Sabes weiter.

„So hat auch (Impfkritiker) Reinhold Holzer diese Meldung auf seiner Facebook-Seite gepostet und übernommen; mittlerweile hat er den Post wieder gelöscht.“



Dennoch hat die Direktion des Südtiroler Sanitätsbetriebes die eigene Rechtsabteilung beauftragt, rechtliche Schritte gegen Holzer einzuleiten, der verantwortliche Direktor RA Marco Cappello hat sich nach einer sofortigen Überprüfung damit einverstanden erklärt, wird doch hier der Namen und der Ruf einer prominenten Persönlichkeit zur Verbreitung von absoluten Unwahrheiten missbraucht.

Ebenso hartnäckig hielten sich, so der Sabes weiter, Falschaussagen im Netz, dass Angehörigen von Verstorbenen Geld angeboten wird, um diese als „Corona-Tote“ einzustufen.

Laut Generaldirektor Florian Zerzer sei auch diese Information absolut falsch. „Es wird daran erinnert, dass auch das Weiterleiten von Fakenews in bestimmten Fällen rechtlich geahndet wird.“

sabes/stol