Erst beim Sitz der Mila in der Innsbrucker Straße konnten die Beamten der Staatspolizei die Frau stoppen. Sie hatte noch versucht, eines der Fahrzeuge zu rammen und so von der Straße zu drängen. Die Frau wurde verhaftet und in den Hausarrest überstellt.<BR /><BR />Die etwa 40-Jährige, die in der Umgebung von Bozen wohnhaft ist, war kurz vor 2 Uhr nachts bei der Rombrücke auf die Eisackuferstraße eingefahren. Deutlich über 100 Stundenkilometer schnell soll sie dort gefahren sein – mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit. Im Zickzackkurs fuhr sie durch den Virgltunnel: glücklicherweise ohne, dass ihr ein anderes Auto entgegengekommen wäre.<BR /><BR />Streifen der Staatspolizei wurden auf die wilde Fahrt der Frau aufmerksam: Insgesamt 3 Polizeiautos waren nötig, sie zum Verlangsamen zu bringen. Ein Polizeiauto reihte sich – wie ein Safety Car – vor dem Opel Mokka ein, 2 weitere flankierten ihn. Doch damit wollte sich die Frau noch nicht geschlagen geben. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 60 Stundenkilometern rammte sie das Polizeiauto zu ihrer Linken, um die Eskorte abzuschütteln – vergeblich. Den Streifenwagen gelang es, die wilde Fahrt zu stoppen.<BR /><BR />Beim Schnellverfahren am heutigen Freitag am Bozner Landesgericht bestätigte Richter Walter Pelino die Rechtmäßigkeit der Festnahme. Die Staatsanwaltschaft beantragte keine Sicherungsmaßnahme für die Frau, sie ist damit wieder auf freiem Fuß.<BR /><BR />Nächster Verhandlungstag ist der 22. Februar, bis dahin hat die Verteidigung Zeit, sich mit der Sachlage vertraut zu machen. Ob dann schon ein Urteil fällt, ist vorerst nicht abzusehen. Es ist nicht auszuschließen, dass eine Überprüfung der psychischen Verfassung der Frau beantragt werden könnte.