Mittwoch, 21. Oktober 2020

Für Schweigen vom Ex-Liebhaber kassiert

An die 70.000 Euro soll eine 51-Jährige aus dem Unterland von ihrem ehemaligen Liebhaber erpresst haben. Dabei soll sie den Unternehmer regelrecht verfolgt, seine Familie ebenso ausspioniert haben wie dessen Verwandte. Nun muss sich die Frau wegen des Vorwurfs der Erpressung vor Gericht verantworten.

Weil eine Frau aus dem Unterland ihren ehemaligen Liebhaber erpresst haben soll, steht sie nun vor Gericht. (Symbolbild)
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Weil eine Frau aus dem Unterland ihren ehemaligen Liebhaber erpresst haben soll, steht sie nun vor Gericht. (Symbolbild) - Foto: © shutterstock
Über Jahre hinweg waren der Unternehmer – er ist verheiratet und Familienvater – und die 51-Jährige ein Liebespaar. Bereits in dieser Zeit soll der Mann seine Geliebte finanziert, ihr ein angenehmes Leben ermöglicht haben. Doch gegen Ende 2018 soll die Liebe dann in Brüche gegangen sein. Der Unternehmer stellte die Zahlungen an seine Ex-Geliebte ein. Doch die wollte sich offensichtlich nicht geschlagen geben und auf die lieb gewonnenen Annehmlichkeiten verzichten.

Schon kurze Zeit, nachdem der Unternehmer seiner Geliebten den Laufpass gegeben hatte, soll diese begonnen haben, den Mann zu terrorisieren. Mit Anrufen und Kurzmitteilungen soll sie versucht haben, ihren Liebhaber dazu zu bringen, wieder zu ihr zurückzukehren. Doch der machte keine Anstalten.

Im April 2019 soll die 51-Jährige dann zu härteren Bandagen gegriffen haben. Zu dem Zeitpunkt soll die Frau ihrem Ex-Geliebten gedroht haben, seiner Ehefrau von ihrer Liebschaft zu erzählen, sollte er ihr nicht eine von ihr geforderte Summe zahlen. Aus Furcht davor, dass alles auffliegt, soll der Mann die geforderte vierstellige Summe schließlich auch bezahlt haben.

Bei dieser einen Forderung sollte es aber nicht bleiben. Immer wieder soll die Frau für ihr Schweigen Geld verlangt haben. Monatlich an die 4000 Euro soll sie in bar oder per Überweisung erhalten haben. Ihre Einschüchterungsversuche sollen dabei immer intensiver geworden sein. So soll sie das Auto des Opfers mit einem GPS-Sender versehen haben. Auch soll sie Erkundigungen über Kinder und Verwandte des Mannes eingeholt und das Wissen dann als Druckmittel verwendet haben.

Insgesamt an die 70.000 Euro soll der Unternehmer seiner Ex-Geliebten gezahlt haben, bis er sich schließlich an die Carabinieri wandte und den Fall zur Anzeige brachte. Diese stellten der mutmaßlichen Erpresserin eine Falle. Bei einer fingierten Geldübergabe in einem Hotel schauten die Ermittler per versteckter Kamera zu. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung sollen die Beamten neben 7 Handys und mehreren Laptops auch eine Brille mit versteckter Kamera sichergestellt haben. Nun muss sich die Frau wegen des Vorwurfs der Erpressung vor Gericht verantworten. Im Zuge eines Beweissicherungsverfahrens wird das beschlagnahmte Datenmaterial gesichtet.

em

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