Dienstag, 17. November 2020

Gemeinde Brixen verteidigt Heller-Garten

Die Gemeinde Brixen will am Projekt Heller-Garten festhalten. Bürgermeister Peter Brunner hat angekündigt, gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes Rekurs einzureichen. Dieses hatte die Auftragsvergabe annulliert.

Ein Entwurf aus dem Jahr 2017: Der Künstler André Heller war von der Gemeinde Brixen damit beauftragt worden, den Hofburggarten zu gestalten. Sie will nun vor den Staatsrat ziehen, um das Vorhaben zu verteidigen.
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Ein Entwurf aus dem Jahr 2017: Der Künstler André Heller war von der Gemeinde Brixen damit beauftragt worden, den Hofburggarten zu gestalten. Sie will nun vor den Staatsrat ziehen, um das Vorhaben zu verteidigen. - Foto: © Büro André Heller GmbH
Das Bozner Verwaltungsgericht hat entschieden, dass die Auftragsvergabe an den österreichischen Künstler André Heller nicht rechtens war: Die Gestaltung des Hofburggartens in Brixen hätte mittels Wettbewerb vergeben werden müssen. Das Gericht hat mit dem am Montag veröffentlichten Urteil dem entsprechenden Rekurs der Südtiroler Architektenkammer stattgegeben und den Beschluss der Gemeinde Brixen annulliert, mit dem der Gesellschaft „Büro André Heller GmbH“ aus Wien der Auftrag erteilt worden war, den Hofburggarten in Brixen zu gestalten und zu planen.

Bürgermeister Peter Brunner verteidigte die Vorgehensweise der Gemeinde: Man habe rechtliche Gutachten eingeholt, die bestätigten, dass es in dem Fall möglich gewesen sei, den Auftrag direkt an den Künstler zu vergeben.

Die Gemeinde will deshalb Rekurs beim Staatsrat einreichen. Das Urteil wird in 6 Monaten erwartet.

kn/mpi

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