Freitag, 13. März 2020

Haftprüfung bestätigt: Lukas Oberhauser bleibt in Haft

In einer Videokonferenz zwischen dem Bozner Gefängnis und dem Landesgericht fand am Freitagvormittag die Haftprüfung für den des Mordes an Barbara Rauch bezichtigten Lukas Oberhauser statt. Dabei wurde bestätigt, dass der 25-Jährige in Haft bleibt.

Lukas Oberhauser wird zur Last gelegt, Barbara Rauch (28) mit mehreren Messerstichen getötet zu haben.
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Lukas Oberhauser wird zur Last gelegt, Barbara Rauch (28) mit mehreren Messerstichen getötet zu haben.
Lukas Oberhauser wird zur Last gelegt, die Betreiberin des „Bordeauxkellers“ in Eppan, Barbara Rauch (28), in der Nacht auf Dienstag mit mehreren Messerstichen getötet zu haben.

Für Donnerstag war die Obduktion angesetzt. Doch die Untersuchung musste vertagt werden, es fand nur eine erste Leichenbeschau statt. Aussagekräftige Erkenntnisse über den genauen Tatzeitpunkt, die genaue Anzahl der Verletzungen – es soll sich um wenige im Herzbereich handeln – und den Tathergang wird erst die Obduktion selbst bringen, die zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt wird. Der Termin steht noch nicht fest.

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Videokonferenz wegen Coronavirus-Vorbeugung

Aus Coronavirus-Prävention fand der – vermutlich erste – Haftprüfungstermin am Freitag über Videokonferenz in Bozen statt. Untersuchungsrichter und Staatsanwalt waren aus dem Landesgericht über Videokonferenz zugeschaltet, Oberhausers Verteidiger Karl Pfeifer war an der Seite seines Mandanten im Bozner Gefängnis.

Wie berichtet, soll Oberhauser sich schon vor den Carabinieri zu dem Mordvorwurf geäußert haben, das heißt den Mord zugegeben haben; gerichtsverwertbar ist das aber nicht. Am Freitag hätte Oberhauser Gelegenheit gehabt, seine Aussage vor dem U-Richter und dem Staatsanwalt zu wiederholen, im Beisein seines Rechtsbeistands. Der 25-Jährige hat aber von seinem Recht Gebrauch gemacht, die Aussage zu verweigern.

rc/ds