Donnerstag, 30. Juli 2020

Handwerk: Weitere Unterstützungsmaßnahmen in Sicht

Zur Bewältigung der Coronakrise hat der Landtag heute im Zuge des Nachtragshaushaltes einen Härtefonds in Höhe von 10 Millionen Euro genehmigt. Einige besonders schwer getroffene Sektoren dürfen aufatmen.

Südtirols Mietwagenunternehmer, Eventdienstleister sowie die Berufe im Bereich Medien, IT und Events dürfen Hoffnung schüren.
Badge Local
Südtirols Mietwagenunternehmer, Eventdienstleister sowie die Berufe im Bereich Medien, IT und Events dürfen Hoffnung schüren. - Foto: © Hannes Niederkofler
Lange haben sie darauf gewartet. Nun dürfen Südtirols Mietwagenunternehmer, Eventdienstleister sowie die Berufe im Bereich Medien, IT und Events Hoffnung schüren. Am heutigen Donnerstag hat der Landtag den Nachtragshaushalt verabschiedet, der die Folgen der Coronakrise abmildern soll. Geplant sind verschiedene Abfederungsmaßnahmen.

„Konkret vorgesehen für die Mietwagenunternehmer ist beispielsweise die Vergütung der nicht durchgeführten Schülertransporte beginnend mit dem Lockdown bis zum Schulende dieses Jahres bis zu 80 Prozent. Die Verlängerung von Konzessionen im öffentlichen Nahverkehr erfolgt zukünftig nur, wenn vorab die Direktvergabe aufgrund bestimmter Kriterien geprüft wurde“, erklärt der Landtagsabgeordnete Gert Lanz.

Genehmigt wurde auch die GIS-Befreiung für die Tourismusbetriebe und alle übrigen Wirtschaftszweige, welche aufgrund der Covid-19-Krise mindestens 20 Prozent Einbußen nachweisen können. Mit dem Härtefonds sollen außerdem die Eventdienstleister im Handwerk sowie andere Handwerksbereiche unterstützt werden.

lvh-Chef Martin Haller zeigt sich optimistisch

Vorsichtig optimistisch zeigt sich der Obmann der Mietwagenunternehmer Hansjörg Thaler über die Verabschiedung des Nachtragshaushalts: „Die beschlossenen Maßnahmen stellen kleine Lichtblicke dar, die wir dankend und wohlwollend annehmen. Ich hoffe, dass es nun auch zu einer schnellen Auszahlung kommt, da wir jeden Cent dringend benötigen.“

lvh-Chef Martin Haller atmet ebenso auf: „Nun wird es uns gelingen, alle noch ausstehenden Berufssparten unter die Arme zu greifen. Ich bedanke mich bei der Landesregierung und unserem Ansprechpartner im Landtag Gert Lanz für den konsequenten Einsatz und die offene Gesprächsbereitschaft unserer politischen Vertreter. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit diesen Hilfsmaßnahmen wieder einige Betriebsexistenzen retten können.“

stol