Dienstag, 11. August 2020

Hitzewarnung: Bozen stehen heiße Tage bevor

In den kommenden Tagen klettern die Temperaturen landesweit wieder in die Höhe. Das Gesundheitsministerium in Rom hat für Bozen deshalb am Dienstag erneut die höchste Hitzewarnstufe „rot“ ausgerufen. Sie bleibt bis Donnerstag aufrecht.

Für Mittwoch und Donnerstag gilt  in Bozen die höchste Hitzewarnstufe.
Badge Local
Für Mittwoch und Donnerstag gilt in Bozen die höchste Hitzewarnstufe. - Foto: © shutterstock
Bozen ist die einzige Stadt, für die am Dienstag der Hitzealarm ausgerufen wurde. Die Hitzewarnstufe gilt aber auch noch für Mittwoch und Donnerstag.

Erwartet werden jeweils Temperaturen bis zu 33 Grad Celsius.

Das Gesundheitsministerium ruft die Warnstufe „rot“ aus, wenn über mehrere Tage hinweg mit hohen Temperaturen zu rechnen ist. Für Mittwoch wurde der Hitzealarm auch für die Städte Florenz, Rieti und Rom ausgerufen.

Aber nicht nur in Bozen wird es heiß, sondern auch im Rest des Landes werden heiße Sommertage mit Temperaturen bis zu 30 Grad Celsius erwartet.

Wie Landesmeteorologe Dieter Peterlin erklärt, seien schwül-heiße Temperaturen nichts Ungewöhnliches für Mitte August. Der heißeste Tag dieses Jahres liegt aber, wie berichtet, mit 1. August und 37 Grad Celsius schon hinter uns.

Tipps gegen die Hitze

Außentemperaturen, die nahe an der Körpertemperatur liegen sind für den Kreislauf sehr belastend. Mit den folgenden Tipps der Verbraucherzentrale können Sie die Wärme leichter überstehen:

Falls möglich, die Hitze erst gar nicht ins Haus zu lassen.

Nachts lüften, am besten in der zweiten Nachthälfte, weil es da am kühlsten ist. Möglichst eine ordentlichen Durchzug herstellen!
Tagsüber sind Fenster und Türen hingegen konsequent geschlossen zu halten.

Unbedingt verhindern, dass die Sonnenstrahlen auf das Fensterglas fallen! Fenster sind von außen zu verschatten (Jalousien, Markisen, Raffstores).

Stundenlanges Kochen im Sommer vermeiden, möglichst abends vorkochen, anschließend Nachtkühle in die Küche lassen.
Ein Ventilator schafft Linderung, wenn die Luft stickig wird.

Generell gilt: Je kleiner der Temperaturunterschied zwischen der Innen- und der Außentemperatur, desto geringer ist die Gefahr von Erkältungen und Kreislaufbeschwerden.

Auch der Einsatz von Sonnenschutzfolien kann bei der Vermeidung einer Überhitzung behilflich sein.

Klimageräte sollten nur in Extremfällen zum Einsatz kommen: sie verursachen hohe Energiekosten, und man viele Menschen klagen über die negativen gesundheitlichen Auswirkungen (Infekte der Atemwege, generelles Unwohlsein). Vor dem Kauf empfiehlt es sich, Testurteile durchzulesen.

Essen und Trinken

An heißen Tagen sollte man viel Wasser oder ungesüßte Tees zu trinken, und zwar schon bevor sich der Durst meldet: mindestens 1,5 Liter pro Tag.

Auf alkoholische Getränke sollte man lieber verzichten.

Als Mahlzeiten bieten sich erfrischende, kalte Speisen wie Früchte, Salate, Gemüse und Milchprodukte an; auch sollte man auf eine ausreichende Versorgung mit Salz achten.

Aufenthalt im Freien

Wer sich im Freien aufhält, sollte auf jeden Fall den Kopf bedeckt halten. Lose, helle und leichte Kleidung hilft, den Körper frisch zu halten. Für eine schnelle Erfrischung sorgen eventuell kalte Tücher auf der Stirn oder eine kühle Dusche zwischendurch.

Siesta einhalten. Falls möglich, sollte die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten verbracht werden, da hier die Sonne besonders intensiv strahlt.

Sonnenschutz: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und Sonnenbrillen sind angesagt. Die Sonnencreme sollte sehr großzügig aufgetragen werden; auf Kosmetika sollte man beim Sonnenbad verzichten. Vorsicht bei Medikamenten-Einnahme, da gewisse Wirkstoffe die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen.

Grundsätzlich sollte man nach Möglichkeit die heißesten Stunden im Schwimmbad, Badesee oder in höheren Lagen verbringen, um der ärgsten Hitze zu entkommen. Kinder und Senioren sollten die heißesten Stunden am besten in kühlen Räumen verbringen.

stol