Donnerstag, 25. März 2021

Impfstoffvorräte und „Green Pass“: Zügig Treffen mit der Regierung

Bei der Vorbereitung der Regionen-Konferenz hat Landeshauptmann Arno Kompatscher ein rasches Treffen mit der Regierung gefordert, um die Lage hinsichtlich der Impfstoff-Vorräte und „Green Pass“ zu klären.

Landeshauptmann Arno Kompatscher will sich für Impfstoffvorräte stark machen.
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Landeshauptmann Arno Kompatscher will sich für Impfstoffvorräte stark machen. - Foto: © dpa / Felix Kästle
Eine Bewertung der Situation in punkto Impfstoffvorräte und des Vorhabens „Green Pass“ – darum soll es in den kommenden Tagen bei einem von Landeshauptmann Arno Kompatscher angeregten dringenden Treffen der Vertreter der Regionen mit dem Leiter des Departements für Katastrophenschutz in Rom, Fabrizio Curcio, und dem außerordentlichen Kommissar Francesco Paolo Figliuolo gehen. Landeshauptmann Kompatscher hatte den Vorschlag für das Treffen am Donnerstag bei der vorbereitenden Sitzung zur Regionen-Konferenz gemacht.

Es sei dringend notwendig, seitens der Regierung aktualisierte Informationen zum von der Europäischen Kommission angekündigten zusätzlichen Angebot an Corona-Impfstoffen zu bekommen, unterstrich Kompatscher. Insbesondere die Grenzregionen und die Regionen, die von der Verbreitung von Coronavirus-Varianten betroffen sind, würden diese Informationen zügig brauchen, so der Landeshauptmann.

Bezug genommen wird dabei auf die auf europäischer Ebene angekündigten 4 Millionen Impfdosen, von denen 550.000 für Italien bestimmt sind. Kompatscher forderte die Regierung zudem auf, sich zu den Angeboten zum Kauf zusätzlicher Dosen zu äußern, die die Regionen von pharmazeutischen Lieferanten erhalten.

„Ein schnelles Vorantreiben der Impfkampagne ist unerlässlich, um zu einem möglichst normalen sozialen und wirtschaftlichen Leben zurückzukehren. Deshalb, ist es wichtig, die erforderlichen Impfstoffdosen zu haben und jede Möglichkeit zu überprüfen, Impfdosen so schnell wie möglich zu erhalten. Es gilt, keine Zeit zu verlieren“, betonte Kompatscher.

Am 17. März 2021 hatte die Europäische Kommission die Einführung eines „digitalen grünen Zertifikats“ vorgeschlagen. Dieser so genannte Green Pass soll den Bürgern, die gegen das Coronavirus geimpft sind, erst kürzlich negativ auf das Virus getestet wurden oder geheilt sind, sichere und freie Bewegungen innerhalb der EU ermöglichen. Kompatscher forderte die römische Regierung auf, eine Bestandsaufnahme des Projektfortschritts vorzunehmen.

„Das System ‚Green Pass‘ könnte ein wichtiger Schritt sein, damit die Wirtschaft in Sicherheit arbeiten kann und damit es Erleichterungen für die Bürger und Betriebe gibt. Wir müssen vorbereitet sein, wenn der ‚Green Pass‘ eingeführt wird“, sagte Kompatscher.

lpa